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Le Coq Sportif: Gipfeltreffen für die Rettung einer französischen Sport-Ikone

Von Diane Vanderschelden

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Le Coq Sportif wird die französischen Athleten für die Olympischen Spiele in Paris 2024 ausstatten. Credits: Courtesy of Le Coq Sportif

Die Zukunft von Le Coq Sportif entscheidet sich in den kommenden Wochen. Die traditionsreiche Sportartikelmarke, die die französische Delegation bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ausgestattet hat, befindet sich seit November in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren und hat das Interesse von zwei Investor:innen geweckt.

Eine:r der Interessent:innen soll von der französischen Regierung unterstützt werden, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Dadurch werden dieser Seite die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übernahme geboten. Die andere Seite setzt derweil auf Lizenzmodell fürs Ausland. Die Region Grand Est, eine Gläubigerin des Unternehmens, hat sich bereit erklärt, 50 Prozent ihrer Forderungen zu erlassen, um die Übernahme zu erleichtern.

Ein staatlich geförderter Investor zur Rettung des historischen Standorts

Mit rund 300 Mitarbeiter:innen in Frankreich und einer geschätzten Verschuldung zwischen 60 und 70 Millionen Euro steht Le Coq Sportif an einem entscheidenden Wendepunkt. Laut einem am vergangenen Freitag verabschiedeten Bericht des Präsidenten der Region Grand Est, Franck Leroy, „scheint nur einer der Kandidaten in der Lage zu sein, einen Sanierungsplan vorzulegen“. Dieser Interessent wird von der Regierung unterstützt, was den Erhalt des Standorts Romilly-sur-Seine (Aube), der historischen Wiege der Marke, sichere. Das andere Projekt hingegen setzt auf eine Internationalisierungsstrategie durch den Verkauf von Lizenzen im Ausland, ohne klare Zusagen zum Erhalt der Arbeitsplätze in Frankreich. Ein Kriterium, das bei der endgültigen Entscheidung schwer wiegen könnte.

Forderungsverzicht zur Förderung der Übernahme

Um die Sanierung zu fördern, hat die Region Grand Est beschlossen, 50 Prozent ihrer Forderungen - 1,2 Millionen Euro - gegenüber Le Coq Sportif zu erlassen und die Rückzahlung der restlichen 50 Prozent über zehn Jahre zu strecken. Laut AFP steht diese Geste im Einklang mit der regionalen Unterstützung, die die Marke bereits 2021 erhalten hatte, als der Sportausrüster einen zinslosen Kredit in Höhe von 2,65 Millionen Euro über elf Jahre zur Modernisierung seines Werks in Romilly-sur-Seine und zur Steigerung seiner Produktion im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 erhielt.

Das Unternehmen, das dem französischen Staat noch 42 Millionen Euro in Form verschiedener Darlehen schuldet, muss auch die Zustimmung seiner anderen Gläubiger:innen einholen, um die Übernahme zu realisieren. Der Insolvenzverwalter plant, diese im April zu konsultieren, bevor er den endgültigen Plan dem Handelsgericht in Paris vorlegt.

Ein wichtiger Ausrüster der nächsten Olympischen Spiele

Trotz seiner finanziellen Schwierigkeiten bleibt Le Coq Sportif ein strategischer, ja sogar unverzichtbarer Akteur für den französischen Sport. Nachdem die Marke die französische Delegation bei den Spielen in Paris 2024 ausgestattet hat, wurde sie ausgewählt, die Repräsentationskleidung der olympischen und paralympischen Athleten bis 2026 zu liefern. Zu den wichtigsten Verpflichtungen gehört die Lieferung von 60.000 Kleidungsstücken für die Winterspiele in Mailand-Cortina.

Strategisches Schweigen der Muttergesellschaft

Während der Druck auf die Zukunft von Le Coq Sportif zunimmt, bleiben die Marke und ihre Muttergesellschaft, die Schweizer Holding Airesis, diskret. Auf Anfrage mehrerer Medien, darunter AFP, wollte sich das Unternehmen nicht zur aktuellen Situation äußern.

Die Entscheidung naht, und die Entscheidung des Handelsgerichts Paris wird entscheidend für die Zukunft dieser Ikone des französischen Sports sein. Eine Entscheidung, die zwischen industrieller Rettung und Internationalisierungsstrategie steht, mit direkten Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Identität der Marke.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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