Esprit: Quartalsumsatz sinkt um fast 15 Prozent

Der Bekleidungshändler Esprit Holdings Ltd. ist weiter im Umbruch. Auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 führten die einschneidenden Sanierungsmaßnahmen zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Positive Auswirkungen der Neuausrichtung sieht das Unternehmen beim Ergebnis: „Signifikante Kostensenkungen“ hätten „zu einer Verbesserung des operativen Gewinns geführt“, erklärte Esprit am Dienstag in einer Zwischenmitteilung.

In den Monaten Juli bis September lag der Konzernumsatz bei 2,85 Milliarden Hongkong-Dollar (327 Millionen Euro) und damit um 14,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals. In den jeweiligen Lokalwährungen sanken die Erlöse um 10,8 Prozent. Deutlich spürbar waren die Auswirkungen des Restrukturierungsprogramms: Gegenüber dem 1. Oktober des Vorjahres hatte der Bekleidungshändler seine Gesamtverkaufsfläche um 14,0 Prozent verkleinert.

In Europa ging der Quartalsumsatz um 11,6 Prozent (währungsbereinigt -7,4 Prozent) zurück und erreichte 2,67 Milliarden Hongkong-Dollar. Die Erlöse in den stationären Shops der Region sanken aufgrund zahlreicher Schließungen um 16,2 Prozent (währungsbereinigt -12,5 Prozent) auf 814 Millionen Hongkong-Dollar. Auf vergleichbarer Fläche wurden aber im August (+2,0 Prozent) und September (+0,3 Prozent) währungsbereinigt wieder leichte Zuwächse erzielt. Im Online-Geschäft schrumpften die Erlöse um 13,6 Prozent (währungsbereinigt -9,3 Prozent) auf 699 Millionen Hongkong-Dollar, im Großhandel um 6,5 Prozent (währungsbereinigt -2,0 Prozent) auf 1,13 Milliarden Hongkong-Dollar.

Für einen Lichtblick sorgte das Wholesale-Geschäft in Deutschland, dem wichtigsten Markt des Unternehmens. Es erzielte ein währungsbereinigtes Plus von 1,8 Prozent und konnte damit nach Angaben des Unternehmens erstmals nach sieben Jahren, in denen die Umsätze in jedem Quartal gesunken waren, wieder zulegen. Die „ermutigende Entwicklung“ führte das Unternehmen auf die noch laufenden Reformen zurück.

In Asien sank der Quartalsumsatz um 44,4 Prozent (währungsbereinigt -43,4 Prozent) auf 175 Millionen Hongkong-Dollar. Dabei machte sich neben Sparmaßnahmen auch die Einstellung der Geschäfte in Australien und Neuseeland bemerkbar, die im September vergangenen Jahres vollzogen worden war.

Foto: Esprit Facebook-Page

 

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