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Der Endspurt kam zu spät: Umsatz von Galeria Kaufhof sinkt im ersten Quartal 2014/15

Von Jan Schroder

13. Jan. 2015

Zuwächse im Dezember konnten nicht verhindern, dass die Warenhausgruppe Galeria Kaufhof das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 mit einem leichten Umsatzrückgang abgeschlossen hat. Die schwachen Geschäfte im Herbst, als das ungewöhnlich warme Wetter die Nachfrage gedämpft hatte, ließen sich kurz vor Weihnachten nicht mehr vollständig wettmachen.

Der Mutterkonzern Metro musste ebenfalls geringere Umsätze als im Vorjahresquartal melden, zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen aber insgesamt zufrieden. „Das Weihnachtsgeschäft verlief insgesamt positiv. Im Dezember haben alle Vertriebslinien den flächenbereinigten Umsatz gesteigert“, erklärte Olaf Koch, der CEO der Metro-Gruppe.

Wie der Konzern am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte, erwirtschaftete Galeria Kaufhof im abgelaufenen Quartal, das am 31. Dezember endete, einen Umsatz in Höhe von 1,0 Milliarden Euro und damit 1,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf vergleichbarer Fläche gingen die Erlöse um 1,4 Prozent zurück. Im Laufe des Quartals war ein Warenhaus neu eröffnet worden, zwei wurden geschlossen.

Die Geschäftsleitung begründete den Umsatzrückgang mit den zeitweise widrigen Rahmenbedingungen: „Ein wesentlicher Grund war die milde Witterung im Herbst, die zu einem schwachen Auftakt des Textilgeschäfts in Deutschland für die Wintersaison führte. Dieser Rückgang konnte im Dezember nicht vollständig kompensiert werden, obwohl das Weihnachtsgeschäft selbst zu deutlichen Umsatzsteigerungen führte“, teilte das Unternehmen mit.

Der Konzernumsatz der Metro AG schrumpfte trotz eines guten Weihnachtsgeschäfts aufgrund von negativen Wechselkurseffekten und der Trennung von Unternehmenssparten um 2,2 Prozent

Der gesamte Metro-Konzern kam auf einen Quartalsumsatz von 18,3 Milliarden Euro, was einen Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Hier spielten allerdings negative Währungseffekte und der Verkauf von Unternehmensteilen im Ausland eine wesentliche Rolle. Vor allem der Kursverfall der Lokalwährungen in Russland und der Ukraine belastete die Resultate. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 0,4 Prozent, währungs- und portfoliobereinigt wuchsen sie sogar um 2,6 Prozent.

„Trotz eines weiterhin herausfordernden Umfelds konnten wir die positive flächenbereinigte Umsatzentwicklung zu Beginn des neuen Geschäftsjahres klar fortsetzen“, resümierte Konzernchef Koch. Mit dem Aufwärtstrend im Dezember habe die Metro-Gruppe „ein solides Fundament für eine weiterhin erfolgreiche Transformation sowie die Erfüllung unserer Umsatzprognose für das Gesamtjahr gelegt“. Im abgelaufenen Quartal habe der Konzern seine „strategische Neuausrichtung erfolgreich fortgesetzt und die Umsatzanteile unter anderem im Mehrkanalhandel und im Belieferungsgeschäft ausgebaut“.

Besonders positiv entwickelte sich die Elektronikmarktsparte Media-Saturn. Ihr Umsatz wuchs um 4,1 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Währungsbereinigt stiegen sie Erlöse um 5,6 Prozent, flächenbereinigt um 3,8 Prozent. Der Umsatz der größten Vertriebslinie Metro Cash & Carry sank aufgrund von Standortschließungen um 3,6 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro, flächenbereinigt wuchs er immerhin um 1,4 Prozent. Nach dem Verkauf des Osteuropa-Geschäfts schrumpften die Erlöse der Supermarktkette Real von 2,6 auf 2,2 Milliarden Euro. In Deutschland wurde das Vorjahresniveau von 2,2 Milliarden Euro nur knapp verfehlt (-0,7 Prozent), auf vergleichbarer Fläche ergab sich ein kleiner Zuwachs (+0,9 Prozent).