Canada Goose: Ernüchterung trotz deutlicher Umsatzzuwächse

Das Bekleidungsunternehmen Canada Goose Holdings Inc. hat auch im Geschäftsjahr 2018/19 ein kräftiges Umsatzplus erzielt. Doch die Zuwächse, die er Daunenjackenspezialist aus Toronto in der vergangenen Woche präsentierte, fielen weniger dynamisch aus, als Marktexperten im Vorfeld erhofft hatten. Die Anleger zeigten sich ernüchtert: Der Aktienkurs brach nach der Veröffentlichung der Zahlen und vergleichsweise vorsichtiger Prognosen für das laufende Jahr um fast ein Drittel ein.

Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr kam Canada Goose auf einen Umsatz in Höhe von 830,5 Millionen Kanadischen Dollar (550,1 Millionen Euro). Damit lag er um 40,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die eigenen Wachstumsziele seien „mit Bravour übertroffen worden“, erklärte CEO Dani Reiss in einer Mitteilung. Allerdings hatten sich Analysten angesichts zahlreicher neueröffneter Boutiquen eine noch kräftigere Steigerung im eigenen Einzelhandel des Unternehmens versprochen. Der Nettogewinn wuchs dank des höheren Anteils der margenstärkeren Retail-Erlöse und niedrigerer Steuersätze um 49,4 Prozent auf 143,6 Millionen Kanadische Dollar (95,1 Millionen Euro).

Auf wenig Begeisterung stießen auch die Prognosen: Das Unternehmen geht für das laufende Jahr nur noch von einem Umsatzplus von „wenigstens zwanzig Prozent“ aus. Damit würde die Steigerungsrate im schlechtesten Fall gerade einmal halb so hoch ausfallen wie zuletzt. Zudem warnte das Management vor höheren Verlusten im ersten Quartal, in dem das auf warme Herbst- und Winterkleidung spezialisierte Unternehmen saisonbedingt niedrige Umsätze macht. Der traditionellen Nachfrageflaute in den Frühjahrs- und Sommermonaten stehen nach der Expansion im eigenen Einzelhandel nun höhere Fixkosten gegenüber.

Foto: Canada Goose
 

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