Guess nach schwachen Zahlen vorsichtig

Mit einem Umsatzrückgang und deutlich weniger Gewinn hat der US-amerikanische Bekleidungskonzern Guess Inc. das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 abgeschlossen. Dass sich die widrigen Rahmenbedingungen, unter den

das Label zuletzt zu leiden hatte, in absehbarer Zeit verbessern werden, erwartet man in Los Angeles nicht. Daher wurde auch die Prognose für das Gesamtjahr heruntergeschraubt.

„Die Guess nach schwachen Zahlen vorsichtigZahlen entsprachen unseren Erwartungen, jedoch nicht unseren Zielen“, räumte CEO Paul Marciano ein. Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwei Prozent auf 628,8 Millionen US-Dollar, was auch an ungünstigen Wechselkursveränderungen lag. Währungsbereinigt stiegen die Erlöse um ein Prozent. „Wirtschaftlicher Druck belastete das Kundenvertrauen in den meisten unserer Märkte“, sagte Marciano.

Zu spüren bekam das Unternehmen das vor allem in Europa, wo der Umsatz um 8,3 Prozent (währungsbereinigt -1,7 Millionen US-Dollar) auf 202,6 Millionen US-Dollar zurückging. In Asien verbuchte Guess hingegen ein Wachstum um 15,5 Prozent auf 74,8 Millionen US-Dollar. In Nordamerika litt vor allem der eigene Einzelhandel, dessen Erlöse auf vergleichbarer Fläche um 6,0 Prozent sanken. Das führte in diesem Segment zu einem ausgewiesenen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent auf 262,1 Millionen US-Dollar. Im nordamerikanischen Großhandel stieg der Umsatz leicht um 1,0 Prozent auf 57,9 Millionen US-Dollar. Die weltweiten Lizenzeinnahmen sanken um 7,6 Prozent auf 31,5 Millionen US-Dollar.

Das Ergebnis geriet noch stärker unter Druck: Ausgaben für die Einzelhandelsexpansion in Europa, im Verhältnis höhere Kosten aufgrund des flächenbereinigten Umsatzrückgangs in Nordamerika sowie gesteigerte Investitionen für Werbemaßnahmen belasteten die Marge, hinzu kamen Preisnachlässe in Nordamerika. Der operative Gewinn sank daher im Vergleich zum dritten Quartal des vergangenen Jahres um 40,1 Prozent auf 58,1 Millionen US-Dollar, der Nettoüberschuss nach Minderheitenanteilen aufgrund höherer Steuersätze sogar um 44,7 Prozent auf 36,6 Millionen US-Dollar.

Die Zukunftsaussichten fallen ebenfalls nicht gerade rosig aus. „Wir gehen davon aus, dass die gegenwärtigen Marktbedingungen der Weltwirtschaft noch eine Zeit lang unverändert bleiben werden, daher sind wir vorsichtiger hinsichtlich der kurzfristigen Nachfrageentwicklung“, sagte Marciano. Der Konzern senkte aufgrund dessen seine Umsatz- und Gewinnprognose. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet er nun einen Umsatzrückgang auf 2,62 bis 2,64 Milliarden US-Dollar und ein verwässerte Ergebnis pro Aktie zwischen 2,05 und 2,15 US-Dollar. Im Vorjahr lag der Umsatz noch bei 2,69 Milliarden US-Dollar, der verwässerte Gewinn pro Aktie bei 2,86 US-Dollar.

Foto: Guess
 

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