Guess: Gewinneinbruch hält sich in Grenzen

Der US-amerikanische Modekonzern Guess Inc. ist wie erwartet mit Problemen ins Geschäftsjahr 2013/14 gestartet. Im ersten Quartal, das am 4. Mai endete, musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Das Ergebnis schrumpfte auf 9,9 Millionen US-Dollar, etwa ein Drittel des Vorjahresniveaus. Damit übertraf es allerdings die Prognosen des Unternehmens und der Analysten.

SchwierigkeitenGuess: Gewinneinbruch hält sich in Grenzen hatte Guess in Nordamerika und Europa: Im eigenen Einzelhandel in den USA und Kanada, der umsatzstärksten Sparte, sanken die Erlöse um 5,4 Prozent auf 238,3 Millionen US-Dollar. Auf vergleichbarer Fläche bedeutete das einen Rückgang um 9,8 Prozent (währungsbereinigt -9,3 Prozent). In Nordamerika betrieb das Unternehmen Anfang Mai 511 eigene Läden, ein Jahr zuvor waren es 503 gewesen. Im Großhandelsgeschäft sank der Umsatz in Nordamerika nur leicht: Er ging von 43,9 auf 43,8 Millionen US-Dollar zurück.

Auch in Europa waren die Erlöse rückläufig: Sie sanken um 12,9 Prozent (währungsbereinigt -12,3 Prozent) von 189,8 auf 165,4 Millionen US-Dollar. "Südeuropa bereitet uns weiterhin die größten Sorgen", räumte Konzernchef Paul Marciano ein. Aufwärts ging es wenigstens in Asien: Dort konnte Guess seinen Umsatz um 9,7 Prozent (währungsbereinigt +8,0 Prozent) auf 71,1 Millionen US-Dollar steigern. Die weltweiten Lizenzeinnahmen entwickelten sich ebenfalls positiv: Sie stiegen um 4,7 Prozent auf 30,3 Millionen US-Dollar. Insgesamt sank der Quartalsumsatz des Konzerns aber um 5,2 Prozent (währungsbereinigt -5,1 Prozent) von 579,3 auf 548,9 Millionen US-Dollar.

Noch deutlicher abwärts ging es beim Ergebnis: Der operative Gewinn sank angesichts niedrigerer Margen um 71,1 Prozent auf 11,3 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte der Betriebsgewinn im ersten Quartal noch 39,1 Millionen US-Dollar betragen. Der Konzern begründete den Absturz mit "gesunkenen Erlösen auf vergleichbarer Fläche bei gleichbleibenden Kosten, dem Umsatzrückgang im europäischen Großhandel und umfangreicheren Preisnachlässen im nordamerikanischen Einzelhandel". Zudem belasteten einmalige Restrukturierungskosten das Ergebnis. Bereinigt um diese sank der operative Gewinn um 65,1 Prozent auf 13,7 Millionen US-Dollar.

Der Nettogewinn nach Minderheitenanteilen fiel um 62,8 Prozent auf 9,9 Millionen US-Dollar, der verwässerte Gewinn pro Aktie von 0,30 auf 0,12 US-Dollar. Damit wurden die Prognosen trotz des Rückgangs allerdings deutlich übertroffen. Marciano zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen daher insgesamt zufrieden: Trotz der weiterhin bestehenden weltweiten Herausforderungen sei das Ergebnis "besser ausgefallen als erwartet", sagte er. Die Entwicklung demonstriere die Wirkung der laufenden Spar- und Verbesserungsmaßnahmen, der Start ins neue Jahr sei "ermutigend" ausgefallen. Angesichts der aktuellen Zahlen senkte das Unternehmen seine Umsatzerwartung für das Gesamtjahr, bekräftigte aber die Ergebnisprognose von 1,70 bis 1,90 US-Dollar pro Aktie.

Foto: Guess
 

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