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Zulieferer in Los Angeles verstossen gegen Arbeitsrecht

17. Dez. 2012

Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn, unbezahlte

Überstunden und Bezahlung nach Stückzahl sind leider auch in den Industrieländern keine Seltenheit wie die kalifornische Behörde zur Einhaltung von Arbeitsrichtlinien vor kurzem feststellen musste.

Bei einer Razzia von nur einem Gebäude im textilverarbeitenden Gewerbe von Los Angeles fand sie mehrere schwere Verstöße gegen das Gesetz für gerechte Arbeitsrichtlinien (FLSA). Arbeiter wurden zum Beispiel ohne Rücksicht auf Überstunden und den gesetzlichen Mindestlohn pro Stück gefertigter Ware bezahlt. Die durchschnittliche Vergütung lag damit bei einem Stundenlohn von 6,50 US-Dollar; deutlich unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 7,25 US-Dollar pro Stunde beziehungsweise 8 US-Dollar in Kalifornien.

Zudem erhielt keiner der Arbeiter die gesetzlich vorgeschriebene Überstundenvergütung für Arbeitsstunden, die über die 40-Stunden-Woche hinausgingen. Außerdem gab es Mängel bei der Dokumentation von Arbeitsstunden und inkorrekt geführten Lohnkarten, die zu einem Lohnrückstand in Höhe von 326.200 US-Dollar für insgesamt 185 Arbeiter führten.

Die zehn bemängelten Betriebe stellten unter anderem Bekleidung für Urban Outfitters, Ross Stores, Dillard’s, Burlington Coat Factory und Forever 21 her.

“Das Ausmaß dieser durch unsere Ermittlungen aufgedeckten Verstöße ist wirklich enttäuschend. Einzelhändler müssen aktiv sicherstellen, dass in den USA hergestellte und für den Verkauf an die amerikanische Bevölkerung bestimmte Kleidung auch von Arbeitern gefertigt wird, die wenigstens den Mindestlohn und Überstunden bezahlt bekommen”, sagte Arbeitsministerin Hilda Solis.