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Umwelt: China will 58 Chemikalien verbieten

26. Feb. 2013

Wie die Umweltorganisation Greenpeace gestern mitteilte, hat

China sich mit einem neuen “Chemical Management Plan” zur Beseitigung von Umweltverschmutzung durch Chemikalien verpflichtet. Der Plan sieht vor, 58 Chemikalien auf eine schwarze Liste zu setzen und bis 2015 eine Liste zur Eliminierung von Chemikalien zusammengestellt zu haben. Zudem gibt das Land zum ersten Mal die Existenz sogenannter ‘Krebsdörfer’ zu.

“China ist seit 2010 der größte Produzent von Chemikalien weltweit. Der Plan weist auf die massive landesweite Umweltverschmutzung durch großflächige Chemikalienproduktion und die Freisetzung von gefährlichen Chemikalien hin sowie die Dringlichkeit, mit der diese in Angriff genommen werde muss,” erklärte Yixiu Wu, Giftstoff-Aktivist für Greenpeace Ostasien in Peking.

Greenpeace kämpft bereit seit 1997 für die Einschränkung und Eliminierung des Gebrauchs von Chemikalien in China und hat sieben Industriebereiche als Hauptverantwortliche identifiziert, darunter auch die Textiliindustrie, auf die sich Greenpeace weltweit mit seiner Detox-Kampagne konzentriert.

“Greenpeace hat schon lange die Rolle dokumentiert und aufgedeckt, die die Textilindustrie im Falle von Gewässerverunreinigungsskandalen spielt. Es ist höchste Zeit, dass alle chemikalienintensiven Industrien – einschließlich der Textilbranche – sich endlich vorbildlich benehmen und den Gebrauch gefährlicher Chemikalien aus ihren Produkten und Produduktionsprozessen eliminieren,” sagte Wu.

Der Fünfjahresplan des Umweltministeriums sieht vor, dass die Regierung Listen für den stufenweisen Abau und die Eliminierung von Chemikalien bis 2015 bereitstellt. Dies zeigt eine Wandlung im Umgang von Chemikalien weg von der normalen Schadenseindämmung hin zur Eliminierung.

“Wir hoffen, dass diese Ankündigung schnell in die Tat umgesetzt und auch durchgesetzt wird – rund die Hälfte aller Flüsse in China können derzeit nicht für den häuslichen Gebrauch genutzt werden und rund 20 Prozent sind sogar für industrielle Zwecke nicht zu gebrauchen. Wir können einfach nicht länger warten,” bekräftigete Wu.