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Carrefour könnte bald Indien-Pläne konkretisieren

19. Feb. 2014

Carrefour, der mit 76 Milliarden Euro zweitgrößte Einzelhändler der

Welt, plant, seine Pläne für einen Eintritt in den indischen Markt im Multimarken-Einzelhandelssegment zu konkretisieren. Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer Georges Plassat wird bald im Land erwartet und einige Quellen spekulieren, dass dieser Besuch mit einem Geschäftsabschluss enden könnte.

Gerüchten zufolge soll sich der Einzelhandelsriese im Gespräch mit indischen Einzelhändlern wie der im Besitz von K. Raheja befindlichen Supermarktkette HyperCity, einem Tochterunternehmen von Shoppers Stop, und der von Kishore Biyani geförderten Future Group befinden. Biyani streitet jedoch ab, mit Carrefour in Verhandlungen zu stehen. Drei Jahre zuvor war Carrefour beinah in die letzte Verhandlungsrunde mit der Future Group gekommen, als das französische Unternehmen nach einem Partner vor Ort suchte, um Multimarkengeschäfte in Indien zu eröffnen. Ein Mangel an Klarheit über Investitionsregelungen unter der ADI-Politik hatte den Konzern aber gezwungen, seine Pläne auf Eis zu legen.

Carrefour betreibt derzeit fünf Abholmärkte in Indien und verzeichnet seit Dezember 2012 einen Jahresumsatz von 1,9 Milliarden Rupien (22,2 Millionen Euro). Das jüngste Outlet wurde im Dezember in Bangalore eröffnet und weitere befinden sich in Neu Delhi, Agra, Meerut und Jaipur. Weltweit betreibt die Gruppe 10.000 Geschäfte unter vier Einzelhandelsformaten in 34 Ländern. In China eröffnete das Unternehmen im letzten Monat seinen 238. Einkaufsmarkt. Es griff kürzlich auch eine Reihe von 127 Einkaufszentren in Frankreich, Spanien und Italien von der Immobiliengruppe Klepierre auf. Das Unternehmen konzentriert sich auf Europa und wichtige Schlüsselmärkte in Asien wie China.

Obwohl die indische Regierung seit letztem September 51 Prozent Auslandsdirektinvestitionen im Multimarken-Einzelhandelssektor zulässt, hat sie aufgrund bestimmter Regelungen wie die zwingende Beschaffung von indischen Mittelstandsunternehmen und Investitionen in die Infrastruktur nicht einen einzigen Antrag erhalten. Aber nachdem viele internationale Einzelhändler ihre Pläne auf Eis gelegt haben, hat die Regierung nach einem Treffen mit nationalen und internationalen Einzelhändlern ihre Bestimmungen im August 2013 gelockert, um den Sektor für den Einzelhandel wieder lukrativer zu machen.