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The Row-Verkaufsberaterin: „Der Einzelhandel war meine beste Karriereentscheidung“

Zum Auftakt dieser neuen Interviewreihe, die den Virtuos:innen des Verkaufs gewidmet ist, hat FashionUnited mit Léa Siboni, Verkaufsberaterin bei The Row, gesprochen.
Personen|Interview
Léa Siboni, Verkaufsberaterin bei The Row / The Row SS20 Modenschau. Credits: Léa Siboni / ©Launchmetrics/spotlight
Von Julia Garel

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Wenn es einen Beruf in der Mode gibt, in dem emotionale Intelligenz an erster Stelle steht, dann ist es dieser. Weit entfernt von Klischees verkörpern Verkaufsberater:innen das lebendigste und vielleicht menschlichste Gesicht dieser riesigen Branche.

Um ein vielschichtiges Porträt dieses praxisnahen Berufs zu zeichnen, hat FashionUnited beschlossen, mit denjenigen zu sprechen, die den Verkauf als einen Ort der Entfaltung und des Fachwissens betrachten. Den Anfang macht Léa Siboni, Verkaufsberaterin für die Luxusmarke The Row.

Um Ihren Beruf vorzustellen: Welchen Begriff bevorzugen Sie und wie lange üben Sie ihn schon aus?

Ich bezeichne mich heute als Verkaufsberaterin und bin in dieser Rolle seit fast zwei Jahren aktiv.

Wie sah Ihre erste Stelle im Verkauf aus?

Ich hatte mehrere Positionen im Einzelhandel, wie zum Beispiel als Filialleiterin und globale Einzelhandelskoordinatorin, bevor ich mich für den ‚reinen‘ Verkauf als Verkaufsberaterin entschied.

Meine erste Stelle im Verkauf war die Leitung der Nodaleto-Fläche [Am.d.Red: in Paris ansässiges Luxus-Schuhlabel], die gerade im Printemps Haussmann [Am.d.Red: Kaufhaus in Paris] eröffnet hatte. Das war gegen Ende meines Studiums an der Modeschule Institut Français de la Mode. Dazwischen habe ich ein Jahr in der Kommunikation gearbeitet. Vor dem IFM habe ich einen Master in Kulturprojektmanagement an der Paris 1 Panthéon-Sorbonne [Am.d.Red: Universität in Paris] gemacht.

Verkaufsberaterin zu werden, war nicht geplant, aber es passte letztendlich am besten zu meiner Persönlichkeit und meinem Lebensrhythmus.

Haben Sie gute Erinnerungen an Ihr erstes Vorstellungsgespräch?

Das Gespräch konzentrierte sich hauptsächlich auf die Persönlichkeit und die Kundschaftserfahrung, was bei meinen Vorstellungsgesprächen sehr oft der Fall war. Es waren immer angenehme Gespräche, die ich oft als Austausch bezeichnen würde.

Was war der beste Rat, den Ihnen eine managende Person zu Beginn Ihrer Karriere gegeben hat?

Der beste Rat, der mir gegeben wurde, war, auf alles zu achten, was die Kundin sagt, wie zum Beispiel ihren Wohnort, ihren Lebensstil und ihre Aktivitäten. Jedes Detail mag unbedeutend erscheinen, ist aber in unserem Beruf tatsächlich sehr wichtig.

Was motiviert Sie morgens aufzustehen?

Das Team, in dem ich arbeite. Wir haben eine sehr gute Zeit zusammen.

Könnten Sie beschreiben, was ‚Verkaufsfreude‘ für Sie bedeutet?

In meinem Fall ist es der Adrenalinkick, einen hohen Umsatz zu erzielen, indem ich die Wünsche und Erwartungen des Kunden oder der Kundin genau erfasst habe. Im Alltag liebe ich es, über mich hinauszuwachsen und dies mit der Zufriedenheit der Kund:innen zu verbinden. Leistung gefällt mir.

Welcher war der unerwartetste oder denkwürdigste Verkauf, den Sie abgeschlossen haben?

Bevor ich zu The Row kam, habe ich für Dover Street Market gearbeitet. Dieser alternative Ort ermöglichte es mir, viele Menschen aus der Kreativ- und Sportszene zu treffen. Dort konnte ich meine ersten denkwürdigen Verkäufe tätigen und auch internationale Persönlichkeiten kennenlernen.

Haben Sie Lieblingskund:innen?

Ja, ich habe eine besondere Beziehung zu einigen meiner Kundinnen. Da es ein Beruf mit direktem Kontakt ist, entstehen meiner Meinung nach zwangsläufig Sympathien. Wenn wir gemeinsame Leidenschaften wie Kunst oder Mode haben, stärkt das die Bindung.

Welche technische Fähigkeit haben Sie im Laufe der Jahre am meisten verfeinert?

Meine Materialkenntnisse haben sich deutlich verbessert. Da ich hauptsächlich Management studiert habe, hatte ich diese Aspekte nicht vertieft.

Auf welche Qualitäten oder Fähigkeiten in Ihrem Beruf sind Sie besonders stolz ?

Ich würde sagen, Geduld. Sowohl gegenüber den Kund:innen als auch beim eigenen Lernprozess. Man wird nicht über Nacht ein:e gute:r Verkäufer:in. Es sind Fähigkeiten, deren Erwerb Zeit braucht.

Wie schult man täglich sein Auge, um Kund:innen immer die perfekte Silhouette vorzuschlagen?

Ich würde sagen, indem man sich viele Modenschauen ansieht. Das hilft, das Auge für neue Trends zu schulen und schöne Silhouetten vorschlagen zu können.

Was vermutet man über den Beruf nicht?

Viele betrachten diesen Beruf als einen ‚Übergangsjob‘. Dabei ist es ein echter Beruf, der im Mode- und Luxussektor eine Schlüsselrolle spielt. Er kann auch große Zukunftsperspektiven eröffnen, wenn man sich weiterentwickeln möchte. Das wird in Modeschulen leider nicht oft genug erklärt. Ich bedauere, dass dieser Beruf bei vielen Menschen immer noch einen schlechten Ruf hat, selbst innerhalb unserer Branche.

In den Einzelhandel zu gehen, obwohl das nicht mein ursprünglicher Plan war, war die beste Karriereentscheidung, die ich treffen konnte. Ich konnte verschiedene Berufe ausprobieren. So war ich zum Beispiel Boutique-Managerin für Nodaleto oder Coperni und Global Retail Coordinator für Jacquemus, wo ich unter anderem an der Eröffnung der ersten Boutique beteiligt war. Außerdem nahm ich am Retail Leadership Program von Dior teil und wirkte bei der Eröffnung des ersten Dover Street Market in Paris als Verkaufsberaterin mit. Ich kann nur empfehlen, den Weg in den Einzelhandel und insbesondere den der:des Verkaufsberater:in einzuschlagen.

Dieses Interview wurde schriftlich geführt.

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