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Mango: Jonathan Andic legt seine Verantwortlichkeiten nach Festnahme nieder

Der Sohn des Firmengründers zieht sich vorübergehend von allen Verantwortlichkeiten im Unternehmen zurück, um sich voll und ganz auf seine Verteidigung zu konzentrieren.
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Jonathan Andic, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats von Mango. Bildnachweis: Mango.
Von Jaime Martinez

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Jonathan Andic, Sohn von Isak Andic, dem Gründer von Mango, und seit dem vergangenen 19. Mai offiziell wegen des mutmaßlichen Mordes an seinem Vater angeklagt, hat beschlossen, sämtliche Verantwortlichkeiten niederzulegen und sich aus allen seinen Positionen innerhalb des spanischen Modekonzerns zurückzuziehen. Aus dem Unternehmen, in dem er bislang unter anderem als nicht geschäftsführender Vizepräsident des Verwaltungsrats tätig war – einem Gremium, in dem er zudem als einziges Familienmitglied der Andic-Familie vertreten war.

In einem offenen Brief vom heutigen 26. Mai 2026, der sich an die Mitarbeitenden von Mango richtet und über den im Laufe des Vormittags bereits mehrere überregionale Medien wie El País, El Heraldo oder El Mundo berichtet haben, betont der Sohn von Isak Andic zunächst und vor allem seine Unschuld in Bezug auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gegenüber den Beschäftigten des Unternehmens. Diese Verteidigung schließt er mit der Mitteilung ab, dass er angesichts der Schwere der Anschuldigungen die Entscheidung getroffen habe, sich vorübergehend von seinem „Engagement bei Mango“ zurückzuziehen. Dies bedeutet faktisch seinen Austritt – vorläufig und bis auf Weiteres – aus dem Verwaltungsrat, dem er bislang nach der Umstrukturierung nach dem Tod seines Vaters als nicht geschäftsführender Vizepräsident und einziges Familienmitglied angehörte.

Als Anmerkung zu diesem Schritt erklärt Jonathan Andic in seinem Schreiben außerdem, dass er trotz dieses „vorübergehenden“ Rückzugs seine Verbindung zu „anderen familiären, unternehmerischen und sozialen Projekten“ aufrechterhalten werde. Diese Klarstellung ist keineswegs nebensächlich, da sie darauf hinweist, dass er weiterhin Positionen in den Holdinggesellschaften der Familie Andic innehaben wird, über die die drei Kinder von Isak Andic letztlich 95 Prozent des gesamten Grundkapitals des Unternehmens kontrollieren.

CEO Toni Ruiz und der Verwaltungsrat unterstützen Jonathan Andic

Nach der von Jonathan Andic getroffenen Entscheidung hat Toni Ruiz, CEO und Vorsitzender des Verwaltungsrats von Mango, dem Sohn von Isak Andic in dieser schwierigen Zeit seinen Respekt, sein Verständnis und seine Unterstützung ausgesprochen – in einer internen Mitteilung an die Belegschaft von Mango. Aus dieser Mitteilung, von der das Unternehmen nur einige Auszüge veröffentlicht hat, geht im Wesentlichen hervor, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage von Mango besonders solide sei. Dies wird von der Unternehmensleitung als zentraler Punkt hervorgehoben.

Gleichzeitig dankt Toni Ruiz für die in diesen Tagen eingegangene Unterstützung für Mango und schließt sich der Familie Andic in ihrer Unterstützung für Jonathan Andic an. Diese Unterstützung werde, so Mango, auch von den Mitgliedern des Verwaltungsrats getragen, die zudem „von der festen Überzeugung ausgehen, dass das juristische Verfahren positiv abgeschlossen wird und hoffen, dass dies so schnell wie möglich geschieht“.

Mango befinde sich „im besten Moment seiner Geschichte“, so Ruiz weiter, und man verfüge über „die volle Unterstützung und langfristige Vision der Aktionäre, eine klare, einzigartige und differenzierende Strategie sowie ein Governance-Modell, das mit den höchsten Standards der Unternehmensführung im Einklang steht“. Mit diesen Worten wolle die Unternehmensleitung insbesondere die Stabilität des Unternehmens betonen – in einer äußerst schwierigen Phase, in der nach der Verhaftung von Jonathan Andic wegen des Vorwurfs des Mordes die bisher geleistete Arbeit der letzten Jahre zumindest überschattet zu werden droht.

Demgegenüber sei Mango „ein weltweit führendes Unternehmen mit einem Team von mehr als 18.000 Mitarbeitenden weltweit und einer Präsenz in über 120 Ländern“, erklärte der CEO und Verwaltungsratsvorsitzende weiter. Diese „positive Entwicklung“ und das „anhaltende Wachstum“ seien, so richtet er sich an die Mitarbeitenden, „das direkte Ergebnis eures Engagements, eurer Professionalität und eurer Hingabe“.

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