Kreativdirektor Jonathan Anderson verlässt Loewe
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Nach anhaltenden Gerüchten, die in den vergangenen Monaten immer lauter geworden waren, hat der nordirische Designer Jonathan Anderson nun öffentlich bekannt gegeben, dass er die kreative Leitung des spanischen Modehauses Loewe abgeben wird. Er hatte die Position seit elfeinhalb Jahren bekleidet und in dieser Zeit sowohl die Aura als auch die Essenz und die kreativen Codes des 1846 in Madrid gegründeten Traditionshauses erfolgreich wiederbelebt.
In einem emotionalen Brief, den er über seine sozialen Netzwerke teilte, verkündete der britische Modedesigner nun selbst das Ende dieses Kapitels und seinen Abschied von Loewe. In diesem Schreiben bilanziert er zunächst seine Lebens- und Berufszeit als Kreativdirektor von Loewe, seit ihm im Jahr 2013 die Aufgabe übertragen wurde. Er übernahm damals den Posten von seinem ebenfalls britischen Vorgänger Stuart Vevers, der die kreative Leitung der Marke von Juli 2007 bis Juni 2013 innegehabt hatte, bevor sein Wechsel zum US-amerikanischen Label Coach bekannt gegeben wurde. Das Fazit mit Abschiedsstimmung schloss Anderson schließlich mit der Bestätigung des „Endes seines Kapitels“ als Kreativdirektor von Loewe ab.
„Vor elf Jahren hatte ich die unglaubliche Gelegenheit, ein Kapitel in einer bereits 179 Jahre alten Geschichte zu schreiben“, erklärte Andersson, der vom französischen Luxusgüterkonzern LVMH, dem das spanische Modehaus seit 1996 gehört, zum Leiter der Design-Abteilung von Loewe ernannt worden war. „Ich fand vom ersten Tag an bei Loewe im Designstudio und in der Werkstatt Seelenverwandte, deren Talente unübertroffen waren und sind“, betonte er und wandte sich direkt an seine Mitarbeiter:innen „Danke, dass ihr eure Kunst geteilt habt“. Von da an „hatte ich in den letzten elf Jahren das Glück, von Menschen mit der nötigen Vorstellungskraft, den Fähigkeiten, der Hartnäckigkeit und dem Einfallsreichtum umgeben zu sein, um einen Weg zu finden, zu all meinen ambitionierten Ideen ‚Ja‘ zu sagen“, so Andersson. „Aber im Rückblick habe ich erkannt, dass ein Label nicht bei der ersten Modenschau oder gar im ersten Jahr der Schauen entsteht, sondern langsam, von Saison für Saison, von Jahr für Jahr, auf dem aufgebaut wird, was für die Marke richtig ist“.
Andersson hob auch eine besonderen Errungenschaften an der Spitze von Loewe hervor. „Einer der Erfolge, auf die ich am meisten stolz bin, war die Einführung des ‚Craft Prize‘“, eines Preises für Handwerkskunst, mit dem es gelungen sei, „eine Plattform zu schaffen, die wirklich ein vom Aussterben bedrohtes Handwerk, junge Kreative, alte Meister und neue Ideen unterstützt und sichtbar macht“. Für diese Arbeit wolle er „dem Team der Stiftung, den Jurymitgliedern und dem Expertengremium für ihre Zeit und ihr Engagement danken“.
Diese trugen dazu bei, einen Preis zu schaffen, dessen Entstehung ganz der globalen kreativen Vision entsprach, die Anderson für Loewe entwickelte. Ein Unternehmen, für das er selbst „vom ersten Tag an den Ehrgeiz hatte, eine kulturelle Marke zu schaffen“ – eine Idee, die sich „weitgehend auf das Vertrauen und die Großzügigkeit der zahlreichen Künstler, Kunsthandwerker, privater Sammlungen, Stiftungen, Museen und Galerien stützt, die mit ihrer Arbeit dazu beigetragen haben“. Dafür sei er „allen aufrichtig dankbar“.
Außerdem dankte Anderson „allen, die mich und meine Vision unterstützt haben, und allen Menschen, die jede Modenschau ermöglicht haben“, sowie „denjenigen, die an Kampagnen teilgenommen, Artikel geschrieben, Artikel gekauft oder einfach nur die Beiträge geliked haben“, denn: „Ihr habt es möglich gemacht“. Zum Abschluss schrieb der britische Designer: „Man sagt, alles Gute hat ein Ende, aber ich stimme dem nicht zu. Während mein eigenes Kapitel zu Ende geht, wird die Geschichte von Loewe noch viele Jahre weitergehen, und ich werde sie mit Stolz verfolgen“.
Loewe bestätigt Andersons Abschied
Nach dem ausführlichen Brief des ehemaligen Kreativdirektors von Loewe bestätigten das Madrider Modehauses und der Mutterkonzern LVMH Andersons Abschied. Beide Unternehmen würdigten die erfolgreiche Arbeit, die er in den letzten elf Jahren geleistet hatte, gaben aber noch nicht bekannt, wie der künftige Kurs von Loewe und seiner Designabteilung nach diesem Etappenende aussehen wird. Zudem kursieren weiterhin Gerüchte, dass Anderson zum neuen Kreativdirektor von Dior ernannt werden könnte. Diese Spekulationen, wurden zuletzt von allen Beteiligten weder bestätigt noch dementiert.
„Ich bin Jonathan Anderson unglaublich dankbar für die elf Jahre unvergleichlicher Kreativität, Leidenschaft und Hingabe, die er Loewe gewidmet hat“, würdigte ihn Pascale Lepoivre, die das Modehaus seit 2016 als Geschäftsführerin leitet, in einer Mitteilung. „Mit ihm als Kreativdirektor hat das Haus neue Höhen der internationalen Anerkennung erreicht.“ Zu seinen einzigartigen Kreationen zähle „die Puzzle Bag, die ihr zehnjähriges Jubiläum feiert“, erklärte Lepoivre. Sie sei bereits „zu einer wahren Ikone“ und zu einer Referenz für die „von ihm geschaffenen, auf Handwerkskunst basierenden Codes der Marke“ geworden und werde „als sein Vermächtnis Bestand haben“.
„Ich hatte das Vergnügen, mit einigen der größten künstlerischen Leiter der letzten Zeit zusammenzuarbeiten, und ich halte Jonathan Anderson für einen der besten“, betonte Sidney Toledano, der langjährige CEO der Modesparte von LVMH und jetzige persönliche Berater von Konzernchef Bernard Arnault. Was Anderson zu Loewe beigetragen habe, gehe „über die Kreativität hinaus“, so Toledano. In den letzten elf Jahren habe der scheidende Designer „ein reichhaltiges und vielseitiges Universum mit starken Wurzeln im Handwerk geschaffen, das es dem Haus ermöglichen wird, weit über seinen Abschied hinaus zu florieren“.
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