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Untersuchung: Industrie für exotische Tierhäute durch Lobbyismus geschützt

Eine Untersuchung zeigt, dass die Industrie für exotische Tierhäute durch Lobbyaktivitäten geschützt wird.
Mode
Die Gründerin von Collective Fashion Justice, Emma Hakansson, setzt sich für eine tierfreundliche Modeindustrie ein. Credits: Collective Fashion Justice
Von Anna Roos van Wijngaarden

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Eine Untersuchung der Tierrechtsorganisation Collective Fashion Justice (CFJ) zeigt, dass Lobbyarbeit das öffentliche Bild der Industrie für exotische Tierhäute verzerrt hat. Führungskräfte zweier Abteilungen der 1948 in Frankreich gegründeten Nichtregierungsorganisation International Union for Conservation of Nature (IUCN) – der IUCN Crocodile Specialist Group und der IUCN Snake Specialist Group – hatten kommerzielle Interessen an der Fortführung der Gewinnung exotischer Häute und machten falsche Angaben über die Nachhaltigkeit dieses Prozesses.

Doppelte Agenden

Vor einem Jahr deckte die von Aktivistin und Expertin für nachhaltige Mode Emma Hakansson gegründete CFJ bemerkenswerte Interessenkonflikte auf: Grahame Webb, Vorstandsmitglied der IUCN Crocodile Specialist Group, ist Eigentümer einer der größten Krokodilfarmen Australiens, dem Crocodylus Park, der Häute an Luxusmarken wie Hermès und Louis Vuitton liefert.

Hakansson kritisiert die enge Verflechtung von Artenschutz und Profit: „Wenn man den Vorsitz einer IUCN-Spezialistengruppe innehat, die den Schutz einer Tierart gewährleisten soll, sollte man nicht in der Industrie arbeiten oder finanzielle Verbindungen zu Unternehmen haben, die vom Töten dieser Tiere profitieren. Punkt. Der Schutz von Arten und die Erhaltung der Natur sind einfach zu wichtig, um solche Risiken einzugehen.“

Der Vorsitzende der Snake Specialist Group, Daniel Natusch, arbeitete über Jahre in Organisationen mit bezahlten Partnerschaften zu LVMH und Kering, die exotische Tierhäute beziehen. CFJ stellt klar: Die vermeintlich „nachhaltige“ Beschaffung entspricht nicht der Realität, und Interessenkonflikte beeinträchtigen die Glaubwürdigkeit der IUCN erheblich.

Die Untersuchung zeigt zudem, dass Führungskräfte gemeinsame Erklärungen gegen Kritiker:innen abgeben, die auf die nicht nachhaltigen Praktiken hinweisen. Natusch agierte als Sprecher der Snake Specialist Group, obwohl dies gegen IUCN-Protokolle verstößt. Als die London Fashion Week Tierhäute verbot, argumentierte er, dass exotische Häute nachhaltiger seien als Leder oder synthetische Materialien – ein Standpunkt, den CFJ und Hakansson klar zurückweisen.

Hakansson betont, dass Schlangen und Krokodile massiv leiden, bevor sie frühzeitig getötet werden, und dass unabhängige Forschung keine nachhaltigen Praktiken bestätigen konnte. Ohne überprüfbare, unabhängige Daten und angesichts klarer Interessenkonflikte könne die Arbeit der IUCN-Spezialistengruppen nicht als verlässlich gelten – zum Schaden der Tiere, der Arten und der Umwelt.

Zweifelhafte Wissenschaft

Unabhängige Wissenschaftler:innen untersuchten vier Arten, die für die Modeindustrie genutzt werden: Salzwasserkrokodil, Netzpython, burmesischer Python und südafrikanischer Strauß. Die Ergebnisse, veröffentlicht in Frontiers of Conservation Science, zeigen, dass der Handel mit Wildtierhäuten keinen Beitrag zum Artenschutz leistet und dass Regierungsdaten stark von der Industrie beeinflusst sein können.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse hat CFJ die ‘International Declaration for Effective and Compassionate Conservation’ ins Leben gerufen. Sie ruft Modemarken, Einzelhändler:innen und Organisationen dazu auf, den Handel mit Wildtierhäuten zu beenden. Bereits 20 Naturschutzbiolog:innen haben die Erklärung unterzeichnet.

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