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Spanien startet Pilotprogramm für Altkleidersammlung mit „Belohnungssystemen“

Die Initiative wird aus Mitteln des EU-Programms Horizont Europa finanziert. Zusammen mit einem parallelen Projekt in Finnland dient sie als Referenzmodell. Ziel ist es, die entwickelten Lösungen potenziell auf die gesamte EU auszuweiten.
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Sammelcontainer für Altkleider von Humana. Bild: Humana.
Von Jaime Martinez

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Europa macht weitere Fortschritte bei seinen Nachhaltigkeitszielen. Das betrifft auch die Bewirtschaftung und Wiederverwertung von Textilabfällen. In Rahmen dieser Bemühungen wird auch die Entwicklung eines innovativen Pilotprogramms zur Sammlung von Altkleidern in Spanien finanziert, das „Belohnungen“ für Verbraucher:innen vorsieht. Diese Initiative soll nicht nur das Erreichen strategischer Ziele beschleunigen, sondern letztendlich auch das Kreislaufmodell und Secondhand-Lösungen im Konsumverhalten der europäischen Bürger:innen verankern.

Die experimentelle Initiative ist Teil der Entwicklungsphase des neuen TexMat-Projekts, das durch das Programm Horizont Europa der Europäischen Union (EU) finanziert wird. Die Gemeinschaftsorgane haben das Projekt mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt rund 6,76 Millionen Euro ausgestattet. Es startete offiziell am 1. Oktober 2025 und läuft bis zum 31. März 2029. Die Leitung liegt beim finnischen Technischen Forschungszentrum VTT, das mit 14 Partnern aus sieben EU-Ländern zusammenarbeitet.

Im Rahmen des TexMat-Projekts sollen zwei Pilotversuche für automatisierte Altkleider-Sammelsysteme durchgeführt werden, einer in Finnland und einer in Spanien. Neu ist, dass diese Initiativen von „Belohnungssystemen“ für die Verbraucher:innen begleitet werden. Die EU erwartet, dass dies den Wandel zu einer nachhaltigeren und zirkulären Textilwirtschaft beschleunigt.

Durch diese „Belohnungen“ erhalten die europäischen Bürger:innen einen zusätzlichen Anreiz, das Problem der Textilabfälle in der EU anzugehen. Basierend auf den Ergebnissen der Pilotversuche werden verschiedene Möglichkeiten zur Skalierung dieser automatisierten Sammelsysteme mit Belohnung analysiert.

Unter Einbeziehung von „Partnern aus der gesamten Wertschöpfungskette der europäischen Textilindustrie“ verfolgt das TexMat-Programm das Ziel, „neue Geschäftsmodelle, Hardware- und Softwaretechnologien sowie politische Instrumente zu entwickeln, um die Verbraucher:innen in die separate Sammlung von Textilabfällen einzubeziehen und die Wiederverwendung von Textilien zu fördern“, erklärte die Europäische Kommission. Langfristig soll das Projekt auch den „Übergang zu einer nachhaltigeren und auf die Verbraucher:innen ausgerichtete Kreislaufwirtschaft für Textilien beschleunigen“. Dies werde „dazu beitragen, die EU-Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen für 2030 und 2050 im Einklang mit dem Europäischen Grünen Deal zu erreichen“. Diese Erfolge, so wird betont, würden nicht nur dazu beitragen, ein „vorteilhafteres Umfeld für die europäischen Verbraucher:innen“ zu schaffen, sondern auch „die industrielle Nachhaltigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit und die Ressourcenunabhängigkeit in Europa“ zu fördern.

Automatisierte Altkleidercontainer „mit Prämie“

Einen strategischen Hebel zum Erreichen dieser ehrgeizigen Ziele bildet das neue Pilotprogramm zur Sammlung von Textilabfällen, auf das sich die Bemühungen aller am TexMat-Programm beteiligten Akteure konzentrieren. Die Initiative besteht in der Aufstellung neuer, hochmoderner automatisierter Altkleidercontainer im öffentlichen Raum.

In Spanien sind an dem Pilotversuch mehrere Partner beteiligt: die Universität von Coruña, die die Forschung zu nachhaltigen Geschäftsmodellen leitet, die Sozialwirtschaftsorganisation Humana Fundación Pueblo para Pueblo, eine Pionierin in der spanischen Textilabfallwirtschaft, sowie die spanischen Technologieunternehmen IRIS Technology Solutions und Rovimatica. IRIS Technology Solutions wird die digitalen Lösungen und die Software für die Sammlung und Sortierung der Textilien beisteuern, während Rovimatica die Anwendung des TexMat-Programms und den „intelligenten“ Container entwickelt.

Wie diese vier spanischen Akteure erläutert haben, werden sie in den nächsten drei Jahren an der Entwicklung der Grundlagen für diesen Pilotversuch mitwirken. Dafür werden „intelligente und automatisierte“ Container entwickelt und den Bürger:innen zur Verfügung gestellt. Diese werden über eine integrierte Technologie verfügen, um die eingeworfenen Artikel vorzusortieren.

In einem automatischen Prozess wird die Qualität des abgegebenen Kleidungsstücks bewertet. Darauf basierend wird eine entsprechende „Vergütung“ für die Teilnahme am Sammelsystem generiert. Diese Prämie soll die aktive Beteiligung der europäischen Verbraucher:innen fördern.

Bisher wurden nur wenige Details dazu bekanntgegeben. Die Europäische Kommission hat jedoch bereits darauf hingewiesen, dass diese neuen Sammellösungen den Verbraucher:innen einen finanziellen Anreiz bieten werden. Dies geschieht durch die Umsetzung „neuer Rückerstattungssysteme, die mit den Secondhand-Märkten verbunden sind“. Sie sollen „profitable Geschäftsmöglichkeiten schaffen, um den Lebenszyklus von Textilprodukten zu verlängern“ und „die spezifischen Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) im Textilsektor fördern“.

„Durch die automatisierte Sammlung und Sortierung trägt die TexMat-Lösung direkt zur Entwicklung des zukünftigen digitalen Produktpasses bei. Sie ebnet den Weg für ein erfolgreiches System der erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien“, erklärte Ece Şanlı, die Leiterin der Abteilung für Kreislaufwirtschaft bei Humana. „Gleichzeitig belohnt sie die Bürger:innen für verantwortungsvolle Entscheidungen und fördert eine stärkere Beteiligung an einer textilen Kreislaufwirtschaft.“ All dies sei Teil eines Programms, mit dem „die EU die Zukunft der textilen Nachhaltigkeit neu definiert“. Es komme zu einer Zeit, in der „die Verwertung von gebrauchten Textilien dringender ist als je zuvor“.

„Diese Initiative hat großes Potenzial, um die Sammlung und den Wiederverkauf von gebrauchter Kleidung zu verändern“, betonte Elina Ilén, die Koordinatorin des TexMat-Projekts am finnischen Technischen Forschungszentrum VTT. „Gleichzeitig unterstützt sie den Secondhand-Markt und ermöglicht es den Verbraucher:innen, ihre Spenden zu monetarisieren.“ Durch die Entwicklung einer „kostengünstigen und benutzerfreundlichen Lösung“ würden „die Verbraucher:innen von der Notwendigkeit befreit“, selbst zu entscheiden, „welche Kleidungsstücke für den Wiederverkauf oder das Recycling bestimmt sind“. Dies ebne den Weg für eine bessere Bewirtschaftung von Textilabfällen.

Darüber hinaus unterstütze die „automatisierte Sammlung und Sortierung“ auch die Betreiber von Textilabfall-Managementanlagen: „Sie können schnell und präzise wiederverwendbare von zu entsorgenden Kleidungsstücken trennen, was die Abhängigkeit von manueller Arbeit verringert.“ Diese Optimierung soll alle Prozesse im Zusammenhang mit der notwendigen Behandlung und Bewirtschaftung von Textilabfällen beschleunigen.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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