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Mexikaner Ricardo Seco bringt ‘Migrant Pride’ nach Barcelona

Der mexikanische Designer feiert 25 Jahre in der Branche und bringt seine engagierte, botschaftsorientierte Mode erstmals auf den Laufsteg in Barcelona.
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Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Von Jaime Martinez

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Der mexikanische Designer Ricardo Seco sorgte für eine voller Emotionen geladene Laufsteg-Pärsentation in Barcelona. Es war ein engagierter und aktivistischer Vorschlag, der den kreativen Codes des Designers entsprach. Seco kam nach Barcelona, um sein Debüt auf dem Laufsteg der Stadt zu geben und seine 25-jährige Karriere in der Modebranche zu feiern.

Als Überraschungsstar dieser 37. Ausgabe der 080 Barcelona Fashion nahm er die Ehrenposition des internationalen Gastdesigners ein. Diese Rolle war ursprünglich für Raúl López, Gründer und Kreativdirektor von Luar, vorgesehen.

Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.

Seco ist eine der gefeiertsten und anerkanntesten Stimmen der mexikanischen und lateinamerikanischen Modeszene. Er beendete den dritten Präsentationstag der 080 als internationaler Gastdesigner. Unter diesem Titel präsentierte er seine aktivistische Kollektion ‘Migrant Pride’. Sie bestand aus neu geschaffenen Stücken sowie aus Neuauflagen und Aktualisierungen von Entwürfen, die der Modeschöpfer als ikonisch und besonders repräsentativ für seine 25-jährige Karriere in der Mode ansieht. Diese Kombination aus neuen Entwürfen und Stücken aus früheren Kollektionen verlieh sowohl dem Vorschlag als auch den Botschaften, die Seco dem Publikum vermitteln wollte, Tiefe.

Dabei handelte es sich um mehr als nur Protesterklärungen. Der Designer setzte sich intensiv mit dem Thema Migration auseinander. Er ließ sich dabei maßgeblich von der Arbeit ‘Borders’ der mexikanisch-amerikanischen Fotografin Mónica Lozano inspirieren. Er untersuchte, wie der Migrationsprozess unsere Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung durch andere als Individuen beeinflussen kann.

Obwohl ursprünglich als Retrospektive angekündigt, stellt Seco nun klar, dass ‘Migrant Pride’ „mehr als eine retrospektive Kollektion ist; es ist ein Manifest, eine Erzählung von Identität, Widerstand und Sichtbarkeit“, so der Designer in einer Erklärung. Die Kollektion kombiniert neue Stücke mit anderen „aus verschiedenen Kollektionen, in denen ich stets mein Engagement für diesen Stolz gezeigt habe“. Sie „entstammt auch einem Dialog mit Mónica Lozanos Arbeit ‘Borders’“, die zur Illustration vieler Entwürfe verwendet wurde. Sie „spricht vom Migrieren, aber auch von dem, was zur Migration zwingt“. Außerdem geht es um „Grenzen, die trennen, Systeme, die ausschließen“ und „Etiketten, die versuchen zu definieren, wer zu einem bestimmten Ort gehört und wer nicht“. Aus dieser intimen Perspektive „spricht sie auch davon, was es bedeutet, Mexikaner:in zu sein, Latino zu sein“ und diese „Bedeutung in Gebieten tragen zu müssen, in denen man oft nicht willkommen ist“.

Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.

Zwischen ‘Marienmänteln’ und Protestbotschaften

Ausgehend von dieser diskursiven Identität hat Seco alles, was den Vorschlag ausmacht, in den Dienst dieser Botschaft des Protests und der Bewusstseinsbildung gestellt. Wenn wir alles sagen, meinen wir alles. Dazu gehören die Farbpalette, die die Kollektion prägt, und die Beschaffenheit der Muster. Diese Muster knüpfen an die urbane Ästhetik an, die auf den Straßen lateinamerikanischer Länder vorherrscht oder stereotyp als die „Uniform“ lateinamerikanischer Auswanderer:innen angesehen wird. Dies erstreckt sich auch auf die Kleidungsstücke selbst. Sie sind nicht nur mit Bildern aus Mónica Lozanos Werk verziert, sondern auch mit Botschaften, die den ‘Migrant Pride’ verkünden, der der Kollektion ihren Namen gibt.

Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.

Wenn man auf jedes dieser Elemente eingeht, so basiert die Kollektion farblich auf einer chromatischen Symphonie, die von Grün, Weiß und Rot, den Farben der mexikanischen Flagge, dominiert wird. Zu diesen Tönen hat Seco „mexikanisches Pink“ hinzugefügt, eine Farbe, die dank des Architekten Luis Barragán im 20. Jahrhundert mit dem Land assoziiert wird. Ein Orange, das nicht nur eine Verbindung zu Barragáns Werk herstellt, sondern von Seco als Übermittler von „Energie“ präsentiert wird. Und Schwarz als Symbol für „Stärke, Raffinesse und urbane Intensität“.

Was die Kleidungsstücke und Entwürfe selbst betrifft, die „genderless“ sind, so verwendete der Designer Materialien wie Baumwolle, Seide, Wolle und vor allem Leder. Aus Leder wurden etwa 70 Prozent der Kollektionsteile gefertigt. Die Entwürfe umfassen Jacken, Capes, Hemden, Crop-Tops und verschiedene Arten von Shorts. Damit hat Seco sowohl urbane als auch traditionelle, stereotypisierte Kleidung aus lateinamerikanischen Ländern neu interpretiert. Auch einige der kulturellen Elemente, die am stärksten mit dieser Kleidung verbunden sind, wurden einbezogen. Dieses Vorgehen hat zu kraftvollen Stücken und Designs geführt. Dazu gehören Capes und Jacken, deren Schnitte Mäntel wie den der Jungfrau von Guadalupe zu imitieren scheinen – sie illustriert eines der Schlüsselstücke dieser ‘Migrant Pride’-Kollektion. Außerdem gibt es Taschen, die als Neuinterpretationen der Bündel von Migrant:innen präsentiert werden und mit Botschaften wie „Identität“, „Würde“ oder „Freiheit“ versehen sind.

Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Ricardo Seco, Retrospektive/Manifest-Kollektion ‘Migrant Pride’. Bild: 080 Barcelona Fashion.
Der mexikanische Designer Ricardo Seco während der Präsentation seiner Kollektion ‘Migrant Pride’ auf der 080. Bild: 080 Barcelona Fashion.

Diese Reihe von Elementen hat dem Vorschlag eine „konzeptionelle Dimension“ verliehen. Genau das hat den Weg dafür geebnet, dass mehrere Stücke, die an diesem Donnerstag auf dem Laufsteg der 080 präsentiert wurden, in die Sammlung des Franz-Mayer-Museums in Mexiko aufgenommen werden. Von dort aus wird erwartet, dass sie vom FIT Museum in New York kuratiert und im Rahmen eines Kulturprogramms präsentiert werden, obwohl bisher keine weiteren Details bekannt gegeben wurden.

Jedes Kleidungsstück dieser Kollektion, die erstmals exklusiv auf der 080 präsentiert wurde, „ist ein Statement“. Ebenso ist „jeder Look eine Art, einen Raum zu besetzen“, der Migrant:innen oft verwehrt wird. Aus dieser aktivistischen Haltung heraus, so der mexikanische Designer, laden die geschlechtsneutralen Silhouetten „dazu ein, in einem Raum zu reflektieren, in dem Freiheit nicht verhandelt wird“, wie zum Beispiel auf der Straße. Er merkt an, dass die Straßen „die wahren Laufstege der Welt repräsentieren“ und „keine auferlegten Regeln verstehen, nur Identität“. Aus dieser Perspektive ist „Farbe keine Ästhetik“, sondern wird als „Symbol“ zurückerobert. In diesem Fall „Grün, Weiß und Rot als Wurzeln“, „mexikanisches Pink und Orange als lebendige Energie“ und „Schwarz als die Härte der Stadt“ und „als der Schatten, der uns auch aufbaut“. „Diese Kollektion versucht nicht, sich anzupassen. Sie versucht zu hinterfragen“ und „sie bittet nicht um Erlaubnis“. Das tut sie nicht, „denn Migrant:in zu sein ist keine Schwäche. Es ist eine Identität, die verteidigt, geehrt und mit Stolz getragen wird.“

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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