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Luxusmarken, die man im Auge behalten sollte: Fünf junge Pariser Damenmodelabels

Von Julia Garel

4. Jan. 2023

Mode |Labels to Watch

Die Designerin Laurie Arbellot umgeben von Models bei der Präsentation der Marke Minuit. Foto: Minuit.

Die Pariser Modeszene hat in den letzten Saisons Luxusmarken mit vielversprechender Zukunft hervorgebracht. Ob Kristallapplikationen, Spitzenarbeiten oder Silhouetten mit praktischer Eleganz – die Designer:innen verbinden Luxus mit einer vielfältigen und ultramodernen Stilpalette. Was sind ihre Pläne für 2023, ihre Bestseller und bei wem werden sie verkauft? Hier im Detail die fünf Namen, die man im Auge behalten sollte.

Minuit

Backstage-Foto von der Präsentation des Labels Minuit. Credit: Minuit.

Bevor Laurie Arbellot im September 2020 ihre luxuriöse Prêt-à-porter-Marke für Frauen auf den Markt brachte, studierte sie am Studio Berçot und arbeitete in verschiedenen Modehäusern wie Balenciaga und Proenza Schouler. Ihre Zeit in New York und ihre Ausbildung in Paris tragen zum schicken Stil mit Sportswear-Akzenten von Minuit bei.

Das junge Label hat seine Frühjahr/Sommer-Linie 2023 im Rahmen des offiziellen Kalenders der Pariser Fashion Week vorgestellt. Die Pariser Marke bietet zwei Kollektionen pro Jahr an und zählt zwei Stücke aus zu ihren Bestsellern: ihre Tomboy-Hose aus Metallic-Leder und eine Lacklederjacke mit dem Namen Automoto. Ihre Artikel werden in den Boutiquen zwischen 90 Euro für kleine Accessoires und 2.500 Euro für ein Signature-Kleid aus Seidenorganza verkauft.

Backstage-Fotos von der Präsentation von Minuit. Credit: Minuit.

Die Marke hat ihren Sitz in Paris und verfügt über einen Onlineshop. Zu ihrem Handelsnetz gehören La Samaritaine und Printemps Haussmann in Paris, Harvey Nichols in Dubai, Kirna Zabete in New York oder La Rinascente in Mailand. Die Eröffnung einer eigenen Boutique in Paris gehört zu ihren zukünftigen Plänen.

Boutet Solanes

Präsentation Boutet Solanes Kollektion für Frühjahr/Sommer 2023. Foto: Jose Maria Solanes

Die kürzlich zur künstlerischen Leiterin der französischen Marke Zapa ernannte Constance Boutet, alias Coco Boutet, gründete 2020 zusammen mit dem Fotografen Jose Maria Solanes das Label Boutet Solanes. Die Designerin, die an der Modeschule Esmod studierte, sammelte zuvor Erfahrungen beim Luxuskonzern LVMH und arbeitete unter anderem bei Celine unter der Leitung von Phoebe Philo.

Präsentation Boutet Solanes Kollektion Frühjahr/Sommer 2023. Foto: Jose Maria Solanes

Boutet Solanes zeichnet sich durch Stücke mit praktischer Eleganz aus und hat Kostüme zu Bestsellern gemacht. Die von Steinen und Mineralien inspirierte Frühjahr/Sommer-Kollektion 2023 wurde im Rahmen des offiziellen Kalenders der Pariser Fashion Week vorgestellt.

Die in Paris ansässige Marke wird im Februar ihre E-Commerce-Website starten und verfügt bislang über ein Wholesale-Netzwerk, das nur in Nordamerika entwickelt wurde. Die Marke entwickelt zwei Kollektionen pro Jahr und liegt preislich zwischen 190 Euro und 3.200 Euro.

The Irish Twin

Foto: The Irish Twin

The Irish Twin ist die jüngste Marke in unserer Liste. Das neue französische Luxuslabel, das 2022 auf den Markt kam, bietet eine handwerkliche Produktion in Paris unter der Leitung von Gründerin Jill Bauwens, der ehemaligen Kreativdirektorin für Damen bei der Prêt-à-porter-Marke The Kooples.

Die extravaganten Stücke von The Irish Twin sind um eine "Host Wear"-Garderobe herum aufgebaut, schick und glamourös, mit einem Hauch von "joie de vivre". Die aktuelle Kollektion umfasst ein smaragdgrünes Midikleid aus Satin mit Kristallen, aktueller Bestseller, oder ein Minikleid mit offenem Rücken aus Leinen.

Die Veröffentlichung der Kollektionen erfolgt nicht nach einem bestimmten Zeitplan. Jill Bauwens kreiert nach "Lust und Laune“, erklärt sie per Nachricht. Die Stücke werden ausschließlich über einen eigenen Onlineshop vertrieben – ein Pop-up in London ist jedoch für 2023 geplant – und liegen preislich zwischen 650 Euro für ein Satin-Crop-Top und 1.450 Euro für ein Kleid. Es wurde auch eine Accessoire-Linie entwickelt, die zu den Bestsellern der Marke gehört. Die Linie besteht aus großen Schleifen, die zu einer Bluse getragent werden können, und aus Haaraccessoires. Der Verkaufspreis der Accessoires liegt zwischen 110 Euro und 250 Euro.

Vaillant

Vaillant-Kollektion für Frühjahr/Sommer 2023 und die Gründerin Alice Vaillant. Foto: Vaillant.

Die aus den Kreativstudios der Häuser Jean-Paul Gaultier und Nina Ricci hervorgegangene Designerin Alice Vaillant brachte ihre gleichnamige Marke 2019 auf den Markt und entwarf im September 2020 ihre erste Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2021. Diese erste Modenschau erhielt eine umfangreiche Presseberichterstattung und machte das Label zu einer Marke, die man im Auge behalten sollte. Zu den Plänen für 2023 gehören die Teilnahme am Andam-Wettbewerb, eine Modenschau im Februar und eine Zusammenarbeit mit der Schuhmarke Nodaleto.

Die zarte und feminine Mode von Vaillant zeichnet sich durch die Verarbeitung von Spitze aus, die ihr Markenzeichen ist. Ihr Bestseller ist übrigens ein dekonstruiertes Spitzentop, das von Dessous inspiriert ist und im Onlineshop der Marke für 425 Euro verkauft wird. Die Preisspanne für den Einzelhandel liegt zwischen 170 Euro für Unterwäsche und 2.500 Euro für einen Ledermantel.

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Foto: Vaillant.

Vaillant bietet zwei Hauptkollektionen pro Jahr an und hat 2022 zwei Kapselkollektionen auf den Markt gebracht. 2023 wird das Pariser Label zwei Kollektionen sowie zwei Pre-Collections auf den Markt bringen. Die Stücke werden über einen eigenen Onlinesho vertrieben – auf dem 80 Prozent der Kunden aus den USA kommen – und wird auch über die Plattformen Ssense, bei H Lorenzo (in Los Angeles), Centre Commercial (in Paris) oder Norgattan (in Italien) angeboten. Vaillant hat noch kein eigenes Geschäft, hat aber im Dezember einen Pop-up im Kaufhaus Printemps in Paris organisiert. Das Haus teilt per E-Mail mit, dass es seinen Umsatz zwischen 2021 und 2022 vervierfacht hat und weist darauf hin, dass der Umsatz für 2023 bereits dem von 2022 entspricht.

Pressiat

Foto: Pressiat

Pressiat wurde 2020 von dem Franzosen Vincent Garnier Pressiat gegründet und gehört zu den jungen französischen Marken, die in Staffel 3 der Erfolgsserie Emily in Paris ins Rampenlicht gerückt wurden. Die Marke zeichnet sich durch eine Garderobe mit rockiger und romantischer Ästhetik aus und hat Korsetts und Bodys zu Bestsellern gemacht. Pressiat plant für 2023 eine Linie mit Einzelstücken, NFTs und wird einen Kabarettabend veranstalten.

Im offiziellen Kalender der Pariser Fashion Week verzeichnet, bietet Pressiat zwei Vorkollektionen und zwei Präsentationen pro Jahr an. Die Marke wird bald ihre E-Commerce-Website launchen und verfügt bisher über ein Wholesale-Netzwerk, das aus den folgenden Geschäften besteht: H lorenzo (in Los Angeles), Notre (in Chicago), La Collection Particulière, Printemps und Elevastor (in Paris) und Cachemir (in Japan). Die Preisspanne liegt zwischen 400 und 1.800 Euro.

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Dieser Artikel wurde ähnlich auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung: Barbara Russ

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