Leitfaden für die Hitzewelle: Welche Kleidung gehört ins Schaufenster?

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Luftige Kleidung im Schaufenster: In dieser warmen Frühlingswoche fragen die Kund:innen danach. Credits: Erstellt mit Google Gemini
Von Anna Roos van Wijngaarden

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Diese Woche war es sommerlich heiß, danach kühlt es genauso schnell wieder ab. Einzelhändler:innen müssen sich auf Fragen einstellen: Wie reagiert man auf solch unbeständiges Wetter? Was können Kund:innen im Büro tragen, ohne ins Schwitzen zu kommen? Die Stylistin Janneke Cloosterman rät: „Nutzen Sie Ihr Wissen über Materialien und Stoffe.“

Lagenlooks sorgen für Luftigkeit

„Raten Sie bei diesem warmen Wetter zu luftiger und locker fallender Kleidung. Eng anliegende Kleidung behindert die Luftzirkulation. Je mehr Platz zwischen Körper und Kleidung ist, desto besser kann die Haut atmen. Das sorgt wiederum für Abkühlung.

Kombinieren Sie das mit Lagenlooks. Tragen Sie als Basis ein Top aus locker gewebter Baumwolle oder Seide. Das sieht manchmal wie Polyester aus, aber bei Hitze spürt man den Unterschied deutlich. Das können Sie die Kund:innen auch selbst ausprobieren lassen. Die Naturfaser sorgt dafür, dass Schweiß schneller aufgenommen wird. Darüber trägt man eine Bluse oder einen Blazer, am besten ebenfalls weiter geschnitten.

Für Männer gilt: Statt eines engen Baumwollhemds können sie lässige Leinenhemden tragen. Das sieht unter einem Sakko oft sogar besser aus. Das Sakko kann man dann leicht an- und ausziehen.

Ich empfehle immer, einen leichten Schal mitzunehmen. Dieser ist praktisch, wenn es abends abkühlt und man zum Beispiel von der Arbeit direkt auf die Terrasse möchte. Dann muss man das Sakko gar nicht erst tragen.

Sandalen in der Arbeitstasche sind ebenfalls eine Option. Viele Menschen können sich nicht vorstellen, jetzt geschlossene Schuhe mit Socken zu tragen.“

Smarte Stoffauswahl

„Bei Hitze muss der Körper Wärme abgeben. Kleidung kann dabei unterstützen. Nutzen Sie Ihre Stoffkenntnisse. Weisen Sie darauf hin, dass Materialien wie Leinen, Bio-Baumwolle und Tencel nicht nur bequemer, sondern auch eine nachhaltige Wahl sind. Diese Fasern haben eine luftigere, offenere Struktur. Wolle zum Beispiel wirkt beim Menschen genauso wie beim Schaf: Sie reguliert die Körpertemperatur hervorragend. Polyester hat diese Eigenschaften von Natur aus nicht, da es sich um Kunststoff handelt.

Bei Schuhen ist Leder die beste Wahl. In Schuhen aus Polyester schwitzen die Füße schneller, weil die Wärme nicht entweichen kann. In Lederschuhen kann man sogar barfuß gehen. Man schwitzt zwar ein wenig, aber es riecht nicht.“

Schweißflecken

„Je enger die Kleidung sitzt, desto eher sieht man Schweißflecken. Das ist vor allem bei Männern ein Thema, wenn sie ihr Sakko ausziehen. Wählen Sie deshalb wieder ein weiter geschnittenes Hemd und Sakko. Dann riecht man den Schweiß vielleicht noch, aber man sieht ihn zumindest nicht.

Über den Einfluss der Farbe ist man sich nicht einig. In dunklen Tönen wie Marineblau und Schwarz sieht man Schweißflecken jedoch schneller. Das Salz im Schweiß hinterlässt dort leichte Ränder. Bei Weiß fällt das weniger auf.“

Sommergarderobe: Denken Sie nicht schwarz-weiß

Die klassische Farbenlehre besagt, dass dunkle Farben wärmer werden, weil sie Licht absorbieren. Helle Farben hingegen reflektieren das Licht. Deshalb sollte man im Sommer lieber kein Schwarz tragen. Im Jahr 2023 gab es jedoch überzeugende Gegenbeweise.

Die Professorin für Belastungsphysiologie Maria Hopman vom RadboudUMC begleitete während des Viertage-Marsches in Nijmegen 40 Wandernde. Diese waren mit einer Temperaturpille sowie Sensoren an Armen und Rücken ausgestattet. Sie absolvierten die Strecke abwechselnd in einem weißen und einem schwarzen T-Shirt. Anhand von 80 Messungen fand Hopman keinen Unterschied.

Ein wichtiger Hinweis: Die Untersuchung wurde bei Temperaturen unter 24 Grad Celsius durchgeführt.

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