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Labels to Watch: Mode aus NRW

Von Barbara Russ

27. Okt. 2021

Mode

Marke, Bild: Studio Nectar

Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland. In der internationalen Modelandschaft spielt es eher eine Nebenrolle. Unberechtigterweise. Denn in Köln und Düsseldorf verbergen sich einige Modelabels, die Händler:innen nicht missen sollten.

Marke

Das in diesem Jahr gegründete Label Marke von Mario Keine ist getrieben davon, Einflüsse unterschiedlichster Dekaden und Epochen zu vereinen, Produkte in neue Kontexte zu setzen und ein Spiel aus konventionellen und alternativen Herangehensweisen zu bilden. Dabei spielen Hybridität und Fluidität eine übergeordnete Rolle. Umsetzungstechniken werden erprobt und Grenzgebiete der Produktion von Textil, Schmuck, Accessoires und Interior austariert. Schmuckstücke erscheinen in Form von gegossenem Silikon oder als personalisiert produzierte 3D-Drucke.

Produktion: Angeboten werden die Produkte im Rahmen der Infinite-Collection (ständig verfügbares Basisportfolio) und der LTD-Collections (in zeitlicher Verfügbarkeit und Stückzahl limitierte Kollektions-Drops), die vorwiegend in Deutschland und Italien entwickelt und produziert werden.

Zielgruppe: Während die Bekleidung auf Basis von HAKA konstruiert ist, ist das Verständnis des Produktportfolios unisex angelegt. Marke adressiert ein Publikum, das Qualität und Innovation schätzt und Bekleidung und Accessoires als nicht gegendertes und durch Alter limitiertes, saisonales, langlebiges Konzept begreift.

Preispunkte: Silikonschmuck zwischen 80 und 110 Euro, Bekleidung (Jersey) zwischen 120 und 360 Euro, 3D-Schmuck ab 600 Euro.

Verkaufspunkte: Bisher ist Marke nur online über den eigenen Onlineshop zu beziehen.

Kontakt: sales(at)marke-brand.com

instagram: marke.brand

Bild: Speaking Garments, Jan-Ole Schiemann Edition, Schwarz&Weiß-Sweater gefertigt in Deutschland, Edition 100 Stück mit signiertem Künstments

Speaking Garments

Speaking Garments arbeitet seit 2017 an der Schnittstelle zwischen Mode und Kunst. Charakteristische Elemente von kollaborierenden Kunstschaffenden werden in einzigartige, limitierte textile Editionen übersetzt. Es entstehen Unikate, die ihre eigene Geschichte erzählen und Trend- und Saisonstrukturen negieren.

Zielgruppe und Produktion: Alle Teile des Labels sind Unisex, werden in Deutschland entworfen und in lokalen Schneidereien gefertigt. Der Druck der Teile findet im hochwertigen Siebdruckverfahren statt. Speaking Garments arbeitet mit organischen Materialien sowie teilweise mit Baumwolle, die in Deutschland gefertigt wurde.

Preispunkte: Die Verkaufspreise der Kollektionen liegen für Sweater ab 190 Euro, Hoodies ab 250 Euro und für T-Shirts ab 120 Euro. Bei den limitierten und nummerierten Editionen liegen die Verkaufspreise bei den Sweatern ab 380 Euro, Hoodies ab 400 Euro und T-Shirts ab 270 Euro.

Verkaufspunkte: Bisher ist Speaking Garments stationär noch nicht erhältlich. Der Vertrieb erfolgt über den Onlineshop und im Kölner Showroom, der gleichzeitig Store und Galerie ist.

Kontakt: Per E-Mail an Gründerin Lina Miccio

Instagram: speakinggarments

Bild: Boyfrommars1996, Foto: Ashirov Martic

BoyFromMars1996

Boyfrommars1996 (BMF1996) erforscht Geschichten über das Gefühl der Entfremdung durch Technologie. Die Kollektionen sind aus der Faszination der Generation Z entstanden, einer Generation, die mit der Überempfindlichkeit der Technologie zu kämpfen hat.

Zielgruppe: BMF1996 zieht Parallelen zwischen „außerirdischen"" Erfahrungen und menschlichen Emotionen und richtet sich inklusiv an alle, die sich als Außenseiter, fremd und anders identifizieren. Das Label schafft auch eine Sensibilität für Wesen, die durch die Liebe zur Schönheit und das Streben nach Gleichheit verbunden sind. „Wir kennen keine Grenzen, Muster oder Geschlechtereinteilungen“, so der Claim der Marke.

Produktion: Damit die Menschheit nicht so schnell auf den Mars ausweichen muss, setzt BMF1996 auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen. Das Label verwendet ungenutzte Stoffstücke wieder und setzen nachhaltige Materialien ein – ein Beitrag für den Planeten und n. Die Stücke werden von professionellen Nähkräften genäht (sowohl intern als auch extern), die fair entlohnt werden.

Preispunkte: Die Preise liegen zwischen 95 und 295 Euro.

Verkgegen Fast Fashion sowie massenproduzierte Kollektionen. Die Marke verfolgt ein Made-to-Order-Konzept, um Modeabfälle zu reduzieren und eine einzigartige Kollektion von Stücken zu kreieren, die alle in Deutschland hergestellt werdeaufspunkte: Forumist Stockholm (ab der nächsten Saison)

Kontakt: ninu(at)boyfrommars1996.de

Instagram: boyfrommars1996

Marion Strehlow

Marion Strehlow

Das Modelabel Strehlow wurde im Jahr 2000 in Düsseldorf von der Modedesignerin Marion Strehlow gegründet. Von Beginn wurden alle Kollektionsteile im Atelier der Designerin entworfen und gefertigt. Das Label steht für eine avantgardistische Kollektion, die sowohl von Frauen, als auch von Männern getragen wird. Innovative Schnitttechniken mit überraschenden Details sowie farbliche Akzentuierungen prägen einen eigenwilligen Stil und sind auch in der handgefertigten Taschenkollektion ein unverkennbares Merkmal.

Produktion: Für die Kollektion verwendet Marion Strehlow nach Möglichkeit nachhaltig produzierte Materialien mit hervorragenden Trage- und Pflegeeigenschaften, wie beispielsweise Baumwolle und Wolle mit verschiedenen Beimischungen. Die Qualität der verwendeten Materialien, das große Augenmerk auf eine sorgfältige Verarbeitung und die Kontinuität in der ästhetischen Aussage – Modernität, Funktionalität, Zeitlosigkeit – führen dazu, dass Marion Strehlows Kundschaft sich keinem Trend unterworfen fühlt und ihre Entwürfe lange getragen werden.

Preispunkte: Oberteile kosten zwischen 200 und 400 Euro, Hosen zwischen 350 und 450 Euro, Kleider zwischen 350 und 600 Euro, Mäntel zwischen 600 und 900 Euro und Taschen zwischen 300 und 600 Euro.

Verkaufspunkte: Strehlow ist bisher ausschließlich über Marion Strehlow erhältlich

Kontakt: Kontakt via Webseite

Instagram: marionstrehlow