Kris van Assche bringt eigene Modemarke nach über zehn Jahren zurück

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Kris Van Assche Herrenmode Frühjahr/Sommer 2015 Credits: ©Launchmetrics/spotlight
Von Wietse van der Veen

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Kris Van Assche lanciert seine gleichnamige Modemarke mit einem neuen Ansatz für Männer und Frauen neu, wie das Branchenmagazin WWD am Montag berichtet. Der belgische Designer konzentriert sich bei der Neuauflage des Labels auf eine kompakte Auswahl an Kleidungsstücken. Diese werden aus Deadstock-Stoffen gefertigt und direkt an die Konsument:innen verkauft.

Van Assche schloss sein damals zehn Jahre altes Label im Jahr 2015, als er auch Kreativdirektor von Dior Homme war. Mit dem Relaunch entscheidet sich der Designer bewusst für ein kleineres Geschäftsmodell. Die ersten Artikel sollen ab Mitte September über die neu gelaunchte Website erhältlich sein.

Die Kollektion umfasst etwa 40 Styles, darunter Jacken, Hemden, Hosen, Röcke, Kleider und Strickwaren. Laut Van Assche liegt der Schwerpunkt auf einer ‘tight edit’ anstelle einer umfangreichen Kollektion. Die Verwendung von Deadstock-Stoffen bedeutet zudem, dass die Produktion in kleineren Stückzahlen erfolgt.

Die Marke positioniert sich im Designersegment, wählt dabei aber das untere Ende dieser Preisklasse. Hemden werden voraussichtlich zwischen 400 und 500 Euro kosten, während Jacken ab etwa 1.000 Euro angeboten werden.

Krisvanassche Herrenmode Frühjahr/Sommer 2015 Credits: ©Launchmetrics/spotlight

Rückkehr zur Damenmode

Obwohl Van Assche den größten Teil seiner Karriere in der Herrenmode tätig war, nimmt die Damenmode wieder einen wichtigen Platz innerhalb der Marke ein. Der Designer schloss 1998 sein Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen mit einer Spezialisierung auf Damenmode ab. Zwischen 2008 und 2010 entwarf er bereits Damenmode für sein eigenes Label.

Die neue Kollektion enthält neben neuen Entwürfen auch Neuinterpretationen von charakteristischen Styles aus der Vergangenheit der Marke. Laut WWD deuten erste Einblicke auf einen eleganten und stark taillierten Stil für Männer hin. Die Damenmode verfolgt einen sinnlicheren Ansatz.

In den letzten Jahren arbeitete Van Assche mit einem kleinen Team an der neuen Kollektion. Seit seinem Abschied von Berluti 2021 widmete er sich unter anderem Projekten in den Bereichen Keramik und Bildhauerei. Zudem arbeitete er mit Marken wie Fred Perry und der chinesischen Sportmarke Anta zusammen.

Berluti Herrenmode Frühjahr/Sommer 2021 Credits: ©Launchmetrics/spotlight

Die frühere Version seines Labels wurde an rund 130 Verkaufsstellen in 32 Ländern vertrieben. Die Aktivitäten konzentrierten sich damals hauptsächlich auf Asien, mit Japan und Hongkong als wichtigen Märkten. Darauf folgten Europa und Nordamerika. Die Marke betrieb zudem ein eigenes Geschäft in der Rue Saint Roch in Paris.

Kris Van Assche