Ein Tag im Berufsleben eines Director of Showroom Experience and Operations

Karriere in der Mode ist hier bei FashionUnited ein heißes Thema. Vor kurzem sprachen wir Joanna Herrick, die Direktorin für Showroom Experience and Operations für das im US-amerikanischen Santa Monica ansässige Start-up-Unternehmen The Black Tux. TBT ist ein Premium-Online-Verleiher von Kostümen und Smokings, das 2013 von den langjährigen Freunden Andrew Blackmon und Patrick Coyne gegründet wurde. Bei der Vorbereitung auf Andrews Hochzeit sahen sie die Möglichkeit, eine Alternative zu traditionellen Smoking und Anzugverleihern zu schaffen. Black Tux bietet seinen Kunden die modernsten und hochwertigsten Produkte mit eigenen exklusiven Designs zu einem erschwinglichen Preis.

Was macht ein Director of Showroom Experience and Operations?

Joanna Herrick: Ganz oben steht bei meiner Position das Ziel des Erfolgs unserer Showrooms. Dazu gehören Prozesseffizienz, Mitarbeiterzufriedenheit und -entwicklung, Bestandsstrategie, Wachstums- und Verkaufsstrategien, Innovation, und vieles mehr. All dies trägt zum Ziel bei, ein optimales Kundenerlebnis zu erreichen, das das Ziel für alle unsere Unternehmensentscheidungen ist.

Wo sind Sie ansässig und reisen Sie viel für Ihren Job?

Das variiert stark je nach Woche. Unser Hauptsitz befindet sich in Santa Monica, Kalifornien, aber wir haben Showrooms im ganzen Land. Ich habe meinen Hauptarbeitsort in unserem Showroom in Chicago und reise regelmäßig nach Kalifornien und unseren anderen Showrooms. Meine Tage sind ziemlich einheitlich zwischen Chicago und Santa Monica aufgeteilt, aber wenn ich in einem Laden bin, dann ist es wirklich anders. Da der Showroom im Mittelpunkt steht, verschiebe ich alle möglichen Meetings und verbringe den Tag in der Einrichtung und treffe mich mit den Mitarbeitern der Filialen, um die Herausforderungen zu verstehen. Es ist auch wichtig für mich, mit den Kunden in Kontakt zu treten, wenn ich an jedem Standort bin, um mehr über ihre Erfahrungen zu lernen.

Ein Tag im Berufsleben eines Director of Showroom Experience and Operations

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Sobald ich im Showroom bin (oder wo immer ich arbeite), überprüfe ich zunächst unsere Zahlen vom Vortag und wie wir in dem Monat dastehen. Dann lese ich meine E-Mails ein und überprüfe meine Prioritätenliste und Meetings für den Tag.

Meine Nachmittage sind oft mit Meetings aller Art gefüllt. Beispiele können ein Gespräch mit einem Teammitglied, Teambesprechungen, das Erlernen eines neuen Tech-Rollouts, die Bestandsplanung mit unserem Merchandising-Team, etc. sein. Im Moment laufen viele Gespräche über die Umsetzung unserer 2020-Initiativen. Es sei denn, ich bin in Santa Monica, dann wähle ich mich per Video in diese ein.

Ich musste im Laufe der Jahre lernen, meine persönliche Zeit zu schützen. Mein Instinkt ist es, als Erste da zu sein und als Letzte zu gehen. Ich würde die ganze Nacht und am Wochenende E-Mails checken. Die Realität ist, dass ich besser bin in dem, was ich tue, wenn ich ein Gleichgewicht wahre. Unser Team weiß, wenn es etwas Dringendes gibt, kann es mir immer eine Nachricht schicken und ich bin sofort da. Und natürlich, wenn es ein großes Projekt oder einen großen Termin gibt, tue ich, was ich tun muss. Aber im Allgemeinen versuche ich, es bis zum nächsten Tag zu belassen. Ich koche Abendessen und esse mit meiner Familie. Mein Mann und ich machen einen langen Spaziergang, wenn das Wetter es erlaubt, oder ich lese.

Ein Tag im Berufsleben eines Director of Showroom Experience and Operations

Was ist Ihr beruflicher Hintergrund und wie wurden Sie zum Director of Showroom Experience and Operations bei The Black Tux?

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Ich hatte einen ungewöhnlichen Weg in die Herrenmode. Mein erster Beruf war der einer Hornbläserin im Orchester. Wie Sie sich vorstellen können, war das nicht gerade eine stabile Karriere. In meinen späten 20er Jahren entschied ich mich, mich beruflich zu verändern. Ich wusste, dass Mode meine andere Leidenschaft war. Ich bekam einen Job bei einem tollen Herrenmodegeschäft in Portland namens Michael Allen's und verliebte mich. Da das Unternehmen klein war, bekam ich schnell Einblick in alle Aspekte der Branche, einschließlich des Verkaufs. Michael hat mir alles beigebracht, was ich wissen musste, um in meiner Karriere weiter voranzukommen.

Von dort aus leitete ich den Betrieb für die Maßkonfektion und die Schneiderei-Abteilung des Trunk Club. Das erlaubte es mir, das, was ich bei Michael Allen gelernt hatte, zu nehmen und zu skalieren, was mich für die großartige Position, die ich jetzt bei The Black Tux habe, vorbereitet hat.

Können Sie ein paar unvergessliche Momente von Ihrer Arbeit in der Mode teilen?

Die prägendsten Erfahrungen meiner Karriere waren die Fabriken. Wenn Sie miterleben, wie ein Anzug von Grund auf neu konstruiert wird, erfahren Sie alles, was Sie über Tailoring und die Zufriedenheit Ihrer Kunden wissen müssen. Ich war in Fabriken in Asien und den USA. Ich habe eine Massenproduktion gesehen, und ich habe zugesehen, wie etwas von Hand drapiert und genäht wurde.

Es ist großartig zu verstehen, welchen Einfluss die Produktion auf die Qualität eines Kleidungsstücks hat und welche Erfahrungen der Kunde damit machen wird. Selbst kleinste Anpassungen eines Schnittmusters können die Passform und das Tragegefühl massiv verändern. Das Wissen, das ich auf diesen Reisen gesammelt habe, half mir, mich sowohl als Operator als auch als Verkäuferin zu verbessern. Ich hatte das Glück, Arbeitgeber- und Lieferantenbeziehungen zu haben, die meine Entwicklung sehr unterstützten.

Ein Tag im Berufsleben eines Director of Showroom Experience and Operations

Haben Sie einen Ratschlag, den Sie Ihrem jüngeren Selbst geben würden?

Ich wünschte, ich hätte schon früh in meinen Führungsjahren die Macht verstanden, sich nicht zu verstellen - wirklich menschlich mit deinem Team zu sein. Es gibt definitiv einen schmalen Grat zwischen zu persönlich und zu distanziert - beides kann eine Vielzahl Probleme verursachen. Aber wenn man echt ist und sie es wissen, vertrauen sie einem und die Teamarbeit funktioniert.

Einer meiner Lieblingstipps ist: „Lass dich nicht an deine Arbeit binden, sondern an das, was funktioniert.“ Bei einer Karriere in Start-ups sind Agilität und Bescheidenheit entscheidend.

Was ist Ihr Must-Have-Modeartikel?

Klassischer schwarze Pumps (meine sind Lackleder Via Spiga), aber auch eine gute Jeans und ein schönes Hemd, das sowohl im Büro als auch Afterwork getragen werden kann. Ich liebe auch hohe taillierte Hosen. Sie verleihen einem maßgeschneiderten Look eine schöne Portion Weiblichkeit.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit mit The Black Tux erstellt, um das Arbeiten in der Mode zu fördern.

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Fotos: Joanna Herrick, The Black Tux

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

 

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