Ami Paris lanciert Kindermode

Mode
Kampagne Ami Kids. Bild: Ami Paris.
Von Julia Garel

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Die französische Ready-to-wear-Marke Ami Paris erweitert ihr Angebot und lanciert mit Ami Kids ihre erste Kollektion für Kinder. Die neue Linie überträgt die klassische Garderobe der Marke auf eine neue Zielgruppe. Sie stützt sich dabei auf die Werte der Geselligkeit, die für die Identität von Ami Paris zentral sind.

Die als Unisex-Garderobe konzipierte Kollektion steht in der Kontinuität der Linie ‘Ami de Cœur’. Diese Linie stellt das bekannte Logo der Marke in den Vordergrund: ein großes ‚A‘ mit einem Herz darüber. In einer Mitteilung erklärt die Marke, dass sie natürliche Materialien wie Baumwolle und Wolle bevorzugt. Die Farbpalette basiert auf den charakteristischen Tönen von Ami Paris: Grau, Beige, Grün, Marineblau, Hellblau und Schwarz. Diese werden gelegentlich durch ein klassisches Streifenmuster ergänzt.

Die Geschäftsführung der Marke betont, dass diese Initiative „eine Rückkehr in die Kindheit, zur Freundschaft und zur Freiheit, man selbst zu sein“ sein soll.

Die Ankündigung folgt auf die Eröffnung einer neuen Ami-Boutique in der französischen Hauptstadt im vergangenen Juni, der 116. weltweit. Sie befindet sich am Place des Victoires 4, gegenüber dem Hauptsitz der Marke. Auf Anfrage von FashionUnited erklärte die Marke damals, dass ihre finanzielle Entwicklung „insgesamt positiv und wachsend“ sei, insbesondere in China.

Kampagne Ami Kids. Bild: Ami Paris.

Wie das Branchenmazine Vogue Business kürzlich berichtete, erhielt Ami 2012 seine erste externe Investition. Diese kam vom staatlich unterstützten Fonds Mode et Finance von Bpifrance. Auf diese Investition folgte eine Finanzierungsrunde, die vom Fonds Neo angeführt wurde. Anschließend stieg Sequoia Capital China, heute Hongshan, als Anteilseigner ein, gefolgt von Felix Capital.

2025 kursierten Gerüchte über den Ausstieg von Hongshan. Auf Anfrage von FashionUnited erklärte Nicolas Santi-Weil, Chief Executive Officer (CEO) von Ami Paris, dazu: „Es ist natürlich, dass sie nach fast fünf Jahren und einer Investition, die sich mehr als ausgezahlt hat, anfangen, über ihren Ausstieg nachzudenken“.

Wie Vogue Business erklärt, haben die Gründer:innen im Laufe der aufeinanderfolgenden Finanzierungsrunden Aktionärsvereinbarungen getroffen. Diese dienen dazu, die operative und kreative Kontrolle zu behalten. „Man braucht keine 80 Prozent, nicht einmal 51 Prozent der Aktien, um seine Marke zu schützen“, erklärte Nicolas Santi-Weil dem Medium. „Die Kontrolle ergibt sich aus der Aktionärsvereinbarung. Alexandre [Mattiussi, der Gründer,] hat völlige kreative Freiheit, und wir wissen sehr genau, welche Entscheidungen uns zustehen.“

Umsatzmäßig ist Frankreich heute der wichtigste europäische Markt der Marke und ihr viertgrößter Markt weltweit, nach China, Japan und Südkorea.

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