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Zeichnet sich eine Erholung im Luxussektor ab? LVMH geht davon aus

Die Stimmung in der Modebranche hellt sich auf, wenn auch nur geringfügig. Der französische Luxuskonzern LVMH, der größte der Welt und langjähriger Wegweiser der Branche, hat einen verhalten optimistischen Bericht für das dritte Quartal vorgelegt. Dieser deutet darauf hin, dass die lang erwartete Erholung der weltweiten Luxusausgaben endlich Gestalt annehmen könnte.

Nach mehreren herausfordernden Quartalen meldete der Konzern, zu dessen Portfolio Marken wie Louis Vuitton, Dior, Celine und Loewe gehören, einen Umsatzrückgang von nur zwei Prozent in der wichtigen Sparte für Mode und Lederwaren in den drei Monaten bis September. Obwohl dies bescheiden ist, stellt es eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Rückgang von neun Prozent im Vorquartal dar.

Die Aktien von LVMH stiegen am Mittwoch um 14 Prozent, wie die Financial Times berichtete. Der Anstieg wurde nicht nur durch die verbesserten Verkaufszahlen beflügelt, sondern auch durch die Nachricht von der Ernennung Maria Grazia Chiuris zur Kreativdirektorin von Fendi. Dieser Schritt sorgte für neuen Optimismus im gesamten Luxussektor.

Für das Imperium von Bernard Arnault sind die ersten Anzeichen einer Wende weniger auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Sie basieren vielmehr auf einem wiedererwachten Kaufinteresse der Konsument:innen, insbesondere in China. Dort kehren die Verbraucher:innen nach einer längeren Flaute in die Boutiquen zurück. Analyst:innen stellen fest, dass die Zuwächse des Konzerns hauptsächlich auf das Volumen und nicht auf weitere Preisaufschläge zurückzuführen sind. Dies ist eine willkommene Abwechslung in einem Markt, der von unaufhörlichen Preiserhöhungen müde ist.

Ein signifikanter Aufschwung wird sich jedoch wahrscheinlich erst im zweiten Quartal 2026 vollständig einstellen. Bis dahin müssen die Kollektionen der neuen Kreativdirektor:innen Zeit gehabt haben, auf der Verkaufsfläche anzukommen. Besonders bei Dior werden große Hoffnungen in den Verkauf von Schuhen, Taschen und Schmuck gesetzt. Dies gilt, obwohl die modische Vision von Jonathan Anderson bei Kritiker:innen und Publikum weiterhin für geteilte Meinungen sorgt.

Neue Designer:innen tragen zur Erholung bei

Die Ernennung neuer Kreativdirektor:innen in den Häusern von LVMH hat eine Erwartungshaltung geschaffen, wie sie seit dem Boom nach der Pandemie selten zu sehen war. Die Wechsel von Anderson zu Dior und Chiuri zu Fendi, Michael Riders Debüt bei Celine und die Ankunft der Gründer von Proenza Schouler bei Loewe signalisieren eine interne Erneuerung. Diese zielt darauf ab, das zurückzugewinnen, was die Mode einst am besten konnte: Begehren zu wecken.

Dennoch sagt niemand eine Rückkehr zur Hektik von 2021 voraus. Der nächste Aufschwung im Luxussegment wird wahrscheinlich subtiler sein und stärker auf der Wahrnehmung von Wert und kreativer Glaubwürdigkeit basieren. Wie ein:e Analyst:in anmerkte, mögen es selbst die sehr Reichen nicht, das Gefühl zu haben, zu viel zu bezahlen.

Wenn dem so ist, scheint LVMH gut positioniert zu sein. Mit seinem stark auf Accessoires ausgerichteten Portfolio könnte der Konzern bereit sein, aufzuholen. Zwischen 2022 und 2025 blieben die ‘weichen’ Luxuskategorien laut einer Untersuchung von RBC hinter dem jährlichen Wachstum von vier Prozent bei Schmuck zurück. Eine Neuausrichtung könnte Marken wie Vuitton, Celine und Loewe begünstigen, obwohl Chancen auch in den Uhren- und Schmucksparten des Konzerns liegen.

Vorerst deuten die Zahlen eher auf Widerstandsfähigkeit als auf einen Triumph hin. Aber in einer Branche, in der die Wahrnehmung alles ist, könnte das ausreichen. Wenn der wertvollste Luxuskonzern der Welt in Bewegung gerät, folgt oft der Rest der Branche. Alle Augen richten sich nun auf die Ergebnisse des dritten Quartals von Kering, die am 22. Oktober erwartet werden, und auf die Leistung seiner Hauptmarke Gucci.

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