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Zalando erfüllt 2025 die Erwartungen und prognostiziert weiteres Wachstum

Der Berliner Online-Modehändler Zalando SE konnte im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz und den operativen Gewinn wie erwartet kräftig steigern. Für das laufende Jahr rechnet das Management nun mit weiteren Zuwächsen. Außerdem kündigte das Unternehmen ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an.

„Unsere Ergebnisse für 2025 belegen unsere Umsetzungsstärke: Wir haben profitables Wachstum versprochen und am oberen Ende unserer Prognose geliefert“, erklärte Chief Financial Officer (CFO) Anna Dimitrova in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. „Diese Disziplin werden wir 2026 fortsetzen. Wir sind in der Lage, unser Wachstum zu finanzieren und gleichzeitig Kapital an unsere Aktionäre zurückzugeben. Dies unterstreicht unser Vertrauen in die künftige Ertragskraft von Zalando sowie unseren disziplinierten Ansatz bei der Kapitalallokation.“

Der Jahresumsatz steigt um 16,8 Prozent

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Zalando einen Umsatz in Höhe von rund 12,3 Milliarden Euro. Damit wurde das Niveau von 2024 um 16,8 Prozent übertroffen. Das Bruttowarenvolumen (GMV) erhöhte sich um 14,7 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro.

Das starke Wachstum war nicht zuletzt auf die im Sommer 2025 vollzogenen Übernahme des Wettbewerbers About You zurückzuführen. Inzwischen habe das Unternehmen bei der Integration des Neuzugangs „große Fortschritte bei der Realisierung von Synergien“ gemacht, heißt es in einer Mitteilung. Zalando wolle nun „die Synergien in Höhe von 100 Millionen Euro pro Jahr bereits im Jahr 2028 erreichen, also ein Jahr früher als ursprünglich geplant“.

Sondereffekte belasten den Gewinn

Dank des Umsatzwachstums und einer stabilen Marge erreichte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) eine Höhe von 590,7 Millionen Euro, was einer Steigerung um 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Die Bereinigungen resultierten nach Angaben des Unternehmens „aus anteilsbasierten Vergütungen, akquisitionsbezogenen Aufwendungen inklusive Abschreibungen von erworbenen immateriellen Vermögenswerte, Restrukturierungskosten sowie anderen nicht operativen Effekten“. Das ausgewiesene EBIT sank aufgrund dieser Faktoren um 1,2 Prozent auf 387,2 Millionen Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn, der im Vorjahr bei 251,1 Millionen Euro gelegen hatte, schrumpfte auf 215,1 Millionen Euro.

Co-CEO Robert Gentz zeigte sich mit den Resultaten zufrieden. „Wir haben die Umsetzung unserer Strategie beschleunigt, wichtige Innovationen im B2C- und B2B-Bereich vorangetrieben und 2025 ein starkes Ergebnis abgeliefert“, erklärte er in einem Statement. „Unsere einzigartige Daten- und Infrastrukturplattform, die wir über 17 Jahre aufgebaut haben, verschafft uns heute einen massiven Vorteil. Wir haben die reichhaltigsten modespezifischen Daten in Europa aus Milliarden von Interaktionen mit Kund:innen und unvergleichlichen Markenbeziehungen, sowie das führende Logistiknetzwerk des Kontinents.“ Durch „gezielte KI-Innovationen“ könne Zalando seinen Kund:innen und Partnern „Erlebnisse und Angebote liefern, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren“, hob Gentz hervor. „Gleichzeitig steigern wir die Effizienz unserer eigenen Abläufe.“

Das Unternehmen prognostiziert weitere Zuwächse und startet ein Aktienrückkaufprogramm

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management nun mit weiteren Zuwächsen. Beim Umsatz und GMV werden Steigerungen um zwölf bis 17 Prozent gegenüber 2025 erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT soll 660 bis 740 Millionen Euro erreichen. „Dieser Ausblick spiegelt operative Fortschritte sowie die beschleunigte Realisierung von Synergien aus der About You-Transaktion wider“, erläuterte das Unternehmen.

Der Konzern kündigte zudem an, 240 bis 300 Millionen Euro in seine Technologieplattform und die Infrastruktur zu investieren. Außerdem gab er bekannt, eigene Aktien im Gesamtwert von bis zu 300 Millionen Euro zurückkaufen zu wollen. Die geplanten Rückkäufe würden „aus der starken Cash-Position des Unternehmens finanziert“, teilte Zalando mit.


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