Yeans Halle meldet erneut Insolvenz an

Yeans Halle rutscht erneut in die Insolvenz.

Rund eineinhalb Jahre nach Abschluss des letzten Insolvenzverfahren meldet die Trender Jeansmode GmbH & Co. Sportswear Großhandels-KG erneut ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung an. Ziel der neuerlichen Restrukturierung sei es, die Kostenstruktur weiter zu verbessern, das Unternehmen effizienter aufzustellen und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Fortführung der Filialen zu schaffen, teilte Yeans Halle am Donnerstag mit.

Die insgesamt 13 Filialen des Filialisten sollen uneingeschränkt fortgeführt werden. Auch die Löhne und Gehälter der rund 200 Mitarbeiter sind gesichert. Das Sanierungsverfahren sei Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets, mit dem das Unternehmen auf die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen der Branche reagiert.

Unterstützt wird Yeans Halle dabei von Sanierungsgeschäftsführer (CRO) Steffen Beck von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, die das Unternehmen bereits im vergangenen Insolvenzverfahren begleitet hatte. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Amtsgericht Rechtsanwalt Dr. Tibor Daniel Braun von der IBK Illig Braun Kirschnek Rechtsanwälte PartGmbB.

„Die Eigenverwaltung gibt uns die Möglichkeit, den geplanten Restrukturierungskurs fortzusetzen und die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, um so die Perspektive für das Unternehmen, die Beschäftigten, Kund und Lieferant zu erhalten“, so Beck.

Alle Maßnahmen des vorherigen Verfahrens seien umgesetzt worden. Das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld im stationären Modehandel, die anhaltende Konsumzurückhaltung und die gestiegenen Betriebskosten hätten das Unternehmen jedoch erneut massiv belastet. Hinzu kamen hohe Belastungen durch einen Hackerangriff in 2025, der sowohl erhebliche Kosten als auch zusätzliche Umsatzeinbußen verursacht habe.

Nun stehen erneut umfangreiche Sanierungsmaßnahmen sowie eine Neuaufstellung der Geschäftsführung an.


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