Wolford: Jahresumsatz sinkt um 14 Prozent
Der österreichische Bekleidungsanbieter Wolford AG musste auch im Geschäftsjahr 2025 erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Vorläufigen Zahlen zufolge lag der Umsatz im vergangenen Jahr bei 76 Millionen Euro und damit um 14 Prozent unter dem Niveau von 2024, erklärte das zum chinesischen Modekonzern Lanvin Group gehörende Unternehmen am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung.
Der Umsatzrückgang war nach Angaben des Legwear-Spezialisten vor allem auf schwache Resultate in den ersten sechs Monaten des Jahres zurückzuführen. „Die Ergebnisse der ersten Jahreshälfte 2025 wurden maßgeblich durch Nachwirkungen der Herausforderungen des Vorjahres sowie durch die fortdauernde Übergangsphase beeinflusst – darunter makroökonomische Unsicherheiten und logistische Störungen“, teilte Wolford mit. „Diese Faktoren erklären 78 Prozent der Abweichung gegenüber dem Vorjahr.“ Im zweiten Halbjahr hätten die Resultate aber „eine stetige Verbesserung“ erkennen lassen.
Alle Marktregionen erleiden zweistellige Einbußen
Den vorliegenden Zahlen zufolge musste das Unternehmen im vergangenen Jahr in allen Marktregionen zweistellige Umsatzeinbußen hinnehmen. So gingen die Erlöse in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, um zwölf Prozent zurück. In Großchina sanken sie um 18 Prozent, in Nordamerika um 19 Prozent.
Nicht zuletzt aufgrund von Filialschließungen schrumpfte der Umsatz in den eigenen Stores und Outlets um 27 Prozent. Auf vergleichbarer Basis habe das Filialnetz aber „Anzeichen einer Erholung“ erlebt und ein „mittleres einstelliges Wachstum“ erzielt. Im E-Commerce gingen die Erlöse um 15 Prozent zurück. Positiv entwickelte sich hingegen das Großhandelsgeschäft mit einem Plus von 17 Prozent.
Für 2026 liege der Fokus nun „auf der Umsetzung der neuen Produktstrategie und der Stärkung des Go-to-Market-Modells, mit dem Ziel, die Markenrevitalisierung weiter voranzutreiben“, teilte Wolford mit.
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