Wie rechtfertigt die Modebranche 15 Jahre Global Fashion Summit?

„Wir können nicht noch 15 Jahre lang über dieses Thema reden“, war zweifellos der am häufigsten geäußerte Satz auf der jüngsten Ausgabe des Global Fashion Summit (GFS). Doch genau das ist das Treffen für nachhaltige Mode: ein Ort, an dem Modefachleute aus der Branchenspitze über Nachhaltigkeit diskutieren und nicht - wie sie insgeheim hoffen - fertige Antworten auf komplexe Fragen finden. Unterdessen gerät die Umstellung des Sektors auf Kreislaufwirtschaft ins Stocken; der Fortschritt sieht aus wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen erfolgreichen und gestrandeten Initiativen. Was ist der Anteil des GFS?

„Die Global Fashion Agenda [GFA; die Organisation hinter dem GFS, Anm.d.Red.] glaubt, dass Bildung ein grundlegendes Instrument sei, um die Branche voranzubringen“, sagt Faith Robinson, Verantwortliche für die Inhalte der GFA. „Das Gipfeltreffen ist als Wissensplattform konzipiert, damit sich die Teilnehmer:innen inspiriert und gerüstet fühlen für ihre Reise in Sachen Nachhaltigkeit. Wir schneiden die Inhalte auf bestimmte Interessengruppen zu, zum Beispiel auf politische Entscheidungsträger:innen. Für sie haben wir das ‘Global Textile Policy’-Forum ins Leben gerufen, eine Plattform für Regierungen und Industrieverbände weltweit, um politische Rahmenbedingungen für den Übergang zur Textilindustrie festzulegen und die EU-Textilstrategie außerhalb der EU zu verbreiten. Für Kreativdirektor:innen haben wir ‘Designer Challenges’ organisiert, bei denen sie mit nachhaltigen Innovator:innen zusammenarbeiten können.“ Neben Podiumsdiskussionen und Präsentationen umfasst das Programm auch ‘Aktionsbühnen’ mit herausgestellten Fallstudien, Innovationsstände mit neuen Materialien und ein Investitionsprogramm - eine große Erweiterung seit der Eröffnung im Jahr 2009, als die Veranstaltung noch Copenhagen Fashion Summit hieß.


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