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Von Givenchy nach Tokio: Uniqlos Kreativdirektorin Waight Keller über ihren Wechsel vom Luxus- zum Massenmarkt

In einer Keynote auf dem World Retail Congress in Berlin erläuterte Clare Waight Keller, Kreativdirektorin von Uniqlo, wie der japanische Einzelhandelsriese seine schnelle globale Expansion mit einem strengen, technologiegetriebenen Ansatz in der Produktentwicklung in Einklang bringt. Waight Keller war zuvor in kreativen Führungspositionen bei den Luxusmodehäusern Givenchy, Chloé und Pringle of Scotland tätig. Sie betonte, dass ihr Wechsel in den Massenmarkt von der Bewunderung für die ‚elegante, einfache, präzise und fokussierte‘ Philosophie des japanischen Designs angetrieben wurde.

Die Ernennung von Waight Keller zur ersten offiziell benannten Kreativdirektorin von Uniqlo markierte seinerzeit einen bedeutenden Wandel für das gründergeführte Unternehmen. Sie merkte an, dass sich Luxusdesign oft durch die Anprobe von Mustergrößen auf die Ideologie eines einzigen Körpertyps konzentriert. Uniqlo hingegen verfolge einen demokratischen Ansatz, der ein sogenanntes „globales Fitting“ umfasst. Dabei werden Kollektionen in allen Größen von Double-Extra-Small bis Triple-Extra-Large verfeinert, um sicherzustellen, dass das Produkt in der realen Welt seine Integrität behält.

Wissenschaftliche Präzision in der Stoffinnovation

Eine zentrale Säule der Roadmap von Uniqlo bis 2030 ist der Fokus auf technische Exzellenz. Waight Keller erklärte, dass das Unternehmen mit einem zweijährigen Vorlauf an der Stoffentwicklung arbeitet und dabei mit Wissenschaftler:innen in spezialisierten japanischen Webereien kooperiert. Dieser langfristige Ansatz ermöglicht es dem Einzelhändler, über klassische Materialien wie Seide und Kaschmir hinauszugehen und stattdessen Hochleistungstextilien zu entwickeln, die die Kategorie „LifeWear“ definieren.

„Ich arbeite wirklich mit Technolog:innen zusammen“, so Waight Keller. Damit unterstrich sie den Wandel von rein ästhetischem Design hin zu einem multidisziplinären Ansatz, der Wissenschaft und Stil verbindet. Dieser Fokus auf Innovation ist ein wesentlicher Treiber für die starke finanzielle Entwicklung des Unternehmens. Aktuelle Daten zeigen ein halbjährliches Umsatzwachstum von fast 15 Prozent, während der Nettogewinn um 20 Prozent gestiegen ist. Das Unternehmen befindet sich damit auf dem Weg, unter der Vision seines Gründers Tadashi Yanai zu einem Konzern mit einem Wert von 25 Milliarden US-Dollar zu wachsen.

Gleichgewicht zwischen Tradition und veränderten Kundenbedürfnissen

Im Panel „Winning Customers Today“ sprach Waight Keller über die Bedeutung des disziplinierten Modells der Kapselkollektionen. Die Marke verfolgt ein sorgfältig kuratiertes Sortiment, das häufig auf etwa 30 bis 38 Schlüsselstücke begrenzt ist. Dadurch bleibt der Fokus konsequent auf Relevanz für die Konsument:innen gerichtet. Diese Strategie vermeidet das oft hektische Tempo der High Fashion und stellt stattdessen Präzision und kommerzielle Nachhaltigkeit über kurzfristige Trends.

Waight Keller betonte zudem, dass die Entwicklung von Uniqlo C sowie der Ausbau der Herrenmode auf einem kontinuierlichen Verfeinerungsprozess basieren. Ihr Verständnis für die Nuancen des Alltagslebens aus ihrer Zeit in Paris und London fließt dabei direkt in den Designansatz ein. So wird sichergestellt, dass die Produkte nicht nur ästhetisch, sondern auch funktional für eine globale Kundschaft sind.

Europäische Auswirkungen und Nachhaltigkeit

Der europäische Einzelhandel steht zunehmend unter dem Einfluss strengerer Nachhaltigkeitsregulierungen, darunter die bevorstehende Einführung digitaler Produktpässe. Uniqlos Fokus auf Langlebigkeit und Materialqualität passt gut zu diesem Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft. Die Fähigkeit des Unternehmens, hochwertige Produktion mit industrieller Effizienz zu skalieren, gilt als Beispiel dafür, wie globale Marken europäischen Anforderungen an Transparenz und Haltbarkeit begegnen können.

Waight Kellers Hintergrund in europäischen Luxusmodehäusern verleiht ihr eine besondere Perspektive auf diese Entwicklungen. Sie stellt sicher, dass das präzisionsgetriebene Modell von Uniqlo auch den anspruchsvollen Erwartungen des Berliner und des deutschen Marktes gerecht wird. Das Gespräch endete mit der Betonung des „Leitsterns“ der japanischen Ästhetik: Einfachheit und Fokus, als zentrales Prinzip für die Zukunft eines Einzelhändlers in einem volatilen globalen Markt.

Dieser Artikel wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz verfasst.

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