VF Corporation übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 die eigenen Erwartungen übertreffen. Angesichts der aktuellen Zahlen bestätigte die Muttergesellschaft von Marken wie The North Face, Vans und Timberland am Mittwoch ihre Jahresprognosen.

Im Zeitraum von Juli bis September belief sich der Konzernumsatz auf 2,7 Milliarden US-Dollar (2,4 Milliarden Euro). Das entsprach einem Rückgang um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse ebenfalls um vier Prozent. Ohne die Beiträge der im November 2025 verkauften Marke Dickies stieg der Konzernumsatz allerdings um ein Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent). Damit übertraf er die Prognose des Managements, das einen bereinigten Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet hatte.

The North Face und Timberland wachsen weiterhin solide

Wachstumstreiber blieben auch im jüngsten Quartal die Marken The North Face und Timberland. Der Umsatz von The North Face stieg um vier Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar, Timberland konnte um vier Prozent zulegen und kam auf 525,9 Millionen US-Dollar.

Beim Label Vans ging es hingegen weiter abwärts. Sein Umsatz sank um zehn Prozent auf 547,6 Millionen US-Dollar. Die kleineren Marken des Konzerns kamen zusammen auf 414,3 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Die Einbußen waren allerdings auf die Trennung von Dickies zurückzuführen. Bereinigt um den Anteil der Marke stiegen die Erlöse in diesem Segment um ein Prozent.

Der Nettogewinn steigt um 50 Prozent

Dank einer höheren Bruttomarge und weiteren Kostensenkungen machte der Konzern auch beim Ergebnis Fortschritte. Der operative Gewinn wuchs um 18 Prozent auf 367,9 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erreichte er eine Höhe von 363,7 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen des Unternehmens, das im Vorfeld etwa 315 Millionen US-Dollar prognostiziert hatte. Der ausgewiesene Nettogewinn stieg um 50 Prozent auf 285,3 Millionen US-Dollar (256,4 Millionen Euro).

Die jüngsten Resultate gaben dem Management keinen Anlass, die bestehenden Jahresprognosen zu ändern. Für 2026/27 wird damit nach wie vor ein währungsbereinigtes Umsatzplus aus fortgeführten Geschäftsbereichen von mindestens zwei Prozent erwartet. Das Ziel für die operative Marge liegt weiterhin bei etwa acht Prozent.

Konzernchef Darrell sieht Fortschritte bei Vans

CEO und President Bracken Darrell zeigte sich mit den aktuellen Zahlen entsprechend zufrieden. „Wir haben im zweiten Quartal starke Resultate erzielt und bei allen wichtigen Kennzahlen die Prognosen übertroffen“, betonte er in einem Statement.

Außerdem hob er Fortschritte beim seit Jahren schwächelnden Label Vans hervor. Der weltweite Umsatz der Marke im eigenen Einzelhandel sei „zum ersten Mal seit fast fünf Jahren wieder gewachsen“, erklärte Darrell. Zudem habe es „starke Bestellungen von Großhandelspartnern“ gegeben. Angesichts dieser Aufwärtstrends sei das Unternehmen zuversichtlich, was weitere Verbesserungen bei Vans in der zweiten Jahreshälfte angehe.


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