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Versace als Wachstumsmotor: Capri übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen

Von Jan Schroder

3. Nov. 2021

Business

Foto: Versace/Business Wire

Der US-amerikanische Modekonzern Capri Holdings Limited hat am Mittwoch überraschend gute Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 vorgelegt und seine Prognosen angehoben. CEO John Idol zeigte sich über die aktuellen Zahlen erfreut: Das Unternehmen habe bei allen wichtigen Kennzahlen „die Erwartungen übertroffen“, erklärte er in einer Mitteilung.

Im zurückliegenden Quartal, das am 25. September abgeschlossen wurde, erreichte der Konzernumsatz von Capri eine Höhe von 1,30 Milliarden US-Dollar (1,12 Milliarden Euro). Damit lag er um 17 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 15 Prozent.

Wachstumsmotor war das italienische Modehaus Versace, dessen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 45 Prozent (währungsbereinigt +43 Prozent) auf 282 Millionen US-Dollar wuchs. Das Label Michael Kors legte um elf Prozent (währungsbereinigt +10 Prozent) auf 881 Millionen US-Dollar zu, die Erlöse der Schuhmarke Jimmy Choo stiegen um zwölf Prozent (währungsbereinigt +5 Prozent) auf 137 Millionen US-Dollar.

Dank höherer Margen konnte der Konzern eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen: Der operative Gewinn stieg um 27 Prozent auf 195 Millionen US-Dollar, der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss erreichte 200 Millionen US-Dollar (173 Millionen Euro) und übertraf das Vorjahresniveau um 64 Prozent.

Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Umsatz damit auf 2,55 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung um 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettogewinn in Höhe von 419 Millionen US-Dollar, nachdem Capri in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres noch einen Verlust von 58 Millionen US-Dollar verbuchen musste.

Die zuletzt so erfreuliche Entwicklung veranlasste das Management, die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr ein weiteres Mal anzuheben. Das Umsatzziel wurde von 5,3 auf 5,4 Milliarden US-Dollar erhöht, der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie soll nun 5,30 US-Dollar erreichen, nachdem bislang lediglich 4,50 US-Dollar erwartet worden waren.