Verkauf von Lafuma Mobilier: Calida Group soll mehr als sechs Millionen Euro Schadensersatz zahlen
Im Rechtsstreit um den Verkauf der Outdoormöbelmarke Lafuma Mobilier hat das zuständige Gericht Tribunal de Commerce de Paris am Freitag ein erstes Urteil gesprochen. Die Calida Group sei zu einer Schadenersatzzahlung von rund 6,4 Millionen Euro verpflichtet worden, erklärte der Schweizer Wäschekonzern am Montag in einer Ad-hoc-Mitteilung.
Damit gab das Gericht in seiner erstinstanzlichen Entscheidung den Forderungen der Klägerin Peugeot Frères Industrie teilweise statt. Das Unternehmen, das Lafuma Mobilier im Sommer 2024 von der Calida Group erworben hatte, forderte einen Schadensersatz in Höhe von 39 Millionen Euro. Hintergrund des Rechtsstreits ist demnach ein Aktienkaufvertrag vom 30. Juli 2024.
Wäschekonzern rechnet mit Ergebnisbelastung
Die Calida Group betonte, das Urteil sei noch „nicht rechtskräftig“ und könne „an die nächste Instanz weitergezogen werden“. Der Konzern nehme den Entscheid „zur Kenntnis“ und werde „nach eingehender Analyse des Urteils die Einlegung von Rechtsmitteln prüfen“.
Die aus dem Entscheid resultierende Schadensersatzforderung wird nach Angaben des Unternehmens nun zu einer Ergebnisbelastung „in dieser Grössenordnung“ führen. An seinen grundsätzlichen Zielen hält das Management aber fest. „Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Gruppe weiterhin eine um diese Schadenersatzzahlung bereinigte operative EBIT-Marge von mehr als 6 Prozent des Umsatzes“, heißt es in einer Mitteilung.
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