Verkauf des Hirmer-Stammhauses geplatzt: Unternehmen prüft Alternativen

Nach dem gescheiterten Verkauf des Hirmer-Stammhauses in der Münchner Kaufingerstraße richtet die Unternehmensgruppe den Blick nach vorn. Während die Eigentümerstruktur weiterhin für Diskussionen sorgt, betont Hirmer am Freitag, dass die operative Geschäftsentwicklung davon unberührt bleibe und derzeit verschiedene Optionen für die Zukunft der Immobilie geprüft würden.

Der ursprünglich vereinbarte Verkauf des Stammhauses an die Projektgesellschaft CR Mitte 2 GmbH & Co. KG des Münchner Immobilienunternehmers Erich Schwaiger kam nicht zustande. Nach Angaben des Unternehmens meldete die Käufergesellschaft nach Fälligstellung des Kaufpreises Insolvenz an. Hirmer erklärt, sämtliche eigenen Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag vollständig erfüllt zu haben.

Die freiwerdenden Mittel aus dem Immobilienverkauf sollten unter anderem zur finanziellen Stabilisierung der Gruppe sowie für Investitionen in das Handelsgeschäft eingesetzt werden. Der gescheiterte Abschluss verzögert diese Pläne zwar, bedeutet nach Unternehmensangaben jedoch keinen Strategiewechsel.

Mehrere Optionen für Stammhaus

Wie es mit der Immobilie weitergeht, lässt Hirmer derzeit offen. Gegenüber FashionUnited erklärte das Unternehmen, dass verschiedene Möglichkeiten geprüft würden. Dazu gehöre nicht ausschließlich ein erneuter Verkauf.

„Das Unternehmen arbeitet an verschiedenen Optionen, was die Immobilie in der Kaufingerstraße angeht. Und es gibt in der Tat verschiedene Möglichkeiten neben dem Verkauf. Jede der Optionen wird die gewünschten finanziellen Effekte erzielen und gleichzeitig sicherstellen, dass das HIRMER Stammhaus die erste Adresse für Männermode bleiben wird“, teilte die Hirmer Gruppe mit. Man befinde sich bereits in Verhandlungen und rechne mit einem zügigen Abschluss. Das Interesse potenzieller Partner sei groß.

Gesellschafterstreit sorgt erneut für Aufmerksamkeit

Parallel dazu beschäftigt die Hirmer-Gruppe weiterhin die Auseinandersetzung innerhalb der Gesellschafterfamilie. Dem Branchenmedium Textilwirtschaft zufolge hatte Dr. Christian Hirmer kurz vor seinem Ausscheiden als Gesellschafter seine Anteile an seine Tochter übertragen.

Die Geschäftsführung weist jedoch darauf hin, dass Dr. Christian Hirmer zum 30. Juni 2026 auf Grundlage eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses aus den Kerngesellschaften ausgeschieden sei. Eine möglicherweise zuvor erfolgte Übertragung seiner Anteile an Dritte sei spätestens zu diesem Zeitpunkt unwirksam geworden.

Nach Angaben des Unternehmens besteht der Gesellschafterkreis der Kerngesellschaften nun aus Ulrich Hirmer, Ferdinand Hirmer und Dr. Annette Hirmer.


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