Van de Velde: Starker Einzelhandel sorgt für Umsatzplus im ersten Halbjahr

Der belgische Wäschekonzern Van de Velde NV, zu dem die Marken Primadonna, Marie Jo und Sarda gehören, hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzanstieg von 5,2 Prozent auf 115,7 Millionen Euro verzeichnet. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz bei 110 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis und unter Berücksichtigung saisonaler Lieferverschiebungen stieg der Umsatz um 4,0 Prozent auf 116,6 Millionen Euro.

Das Wachstum war hauptsächlich auf starke Resultate im Direct-to-Consumer-Kanal (D2C) zurückzuführen. Der vergleichbare Umsatz im D2C-Segment, das firmeneigene Geschäfte, Webshops und Konzessionen in Kaufhäusern umfasst, stieg um 15,2 Prozent auf 34,2 Millionen Euro. Der Umsatz im Großhandelsgeschäft blieb währenddessen mit 82,4 Millionen Euro auf vergleichbarer Basis unverändert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte auf vergleichbarer Basis eine Höhe von 28,0 Millionen Euro und lag damit geringfügig unter dem Vorjahresniveau (-1,6 Prozent). Der positive Effekt des Umsatzwachstums wurde nach Angaben des Unternehmens durch temporäre Kosten gedämpft, die im Zusammenhang mit der Erweiterung des Produktsortiments, der Diversifizierung der Fertigungsstandorte und höheren Abschreibungen anfielen. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn stieg auf 16,1 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahr bei 15,8 Millionen Euro gelegen hatte.

In den ersten sechs Monaten des Jahres beliefen sich die Investitionsausgaben auf 10,2 Millionen Euro, verglichen mit 3,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Sie flossen in den Bau eines neuen Logistikstandorts im belgischen Wichelen sowie in die Weiterentwicklung digitaler Plattformen.

Der scheidende CEO Karel Verlinde, der Ende des Monats seinen Posten räumen wird, betonte, dass die Innovationen der Gruppe bei den Verbraucher:innen und Handelspartnern Anklang finden würden. Die aktuellen Resultate unterstrichen zudem eine Rückkehr zu strukturellem Wachstum. Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um den Staffelstab weiterzugeben, erklärte er in einem Statement.


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