Under Armour übertrifft Gewinnprognose trotz Umsatzrückgang von sieben Prozent
Der US-amerikanische Sportbekleidungshersteller Under Armour hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 seine Prognose für das Betriebsergebnis übertroffen. Gleichzeitig sank der Umsatz um sieben Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar (etwa 1,08 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Freitag bei der Vorlage seiner Ergebnisse mitteilte.
Für das im September 2026 beendete Quartal verzeichnete das in Baltimore ansässige Unternehmen ein Betriebsergebnis von 15 Millionen US-Dollar, nach 17 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Betriebsergebnis lag bei 25 Millionen US-Dollar, verglichen mit 53,4 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust verringerte sich von 18,8 Millionen US-Dollar auf 0,4 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Nettoverlust betrug zwei Millionen US-Dollar, verglichen mit einem bereinigten Nettogewinn von 15,3 Millionen US-Dollar vor einem Jahr.
„Wir haben unsere Umsatzerwartungen erfüllt und unsere Prognose für das Betriebsergebnis übertroffen“, sagte Kevin Plank, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) von Under Armour. „Während wir diese Transformation vorantreiben, steigern wir die Effizienz im gesamten Unternehmen. Zudem schärfen wir unser Produktangebot und verstärken das globale Marketing, um unsere Marke zu festigen und die finanzielle Leistung zu verbessern“, so der Geschäftsführer weiter.
Umsatzrückgang in den meisten Regionen und Kanälen
In Nordamerika fiel der Umsatz um sieben Prozent auf 737 Millionen US-Dollar. Der internationale Umsatz verringerte sich um sieben Prozent auf 509 Millionen US-Dollar; währungsbereinigt lag das Minus bei neun Prozent. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sowie im Raum Asien-Pazifik sanken die Erlöse um jeweils neun Prozent. In Lateinamerika stieg der Umsatz hingegen um drei Prozent.
Der Großhandelsumsatz ging um sechs Prozent auf 725 Millionen US-Dollar zurück. Im Direktvertrieb (DTC) sanken die Einnahmen um acht Prozent auf 494 Millionen US-Dollar. Innerhalb des DTC-Segments fiel der Umsatz in den eigenen Filialen um sieben Prozent, während der E-Commerce-Umsatz um zwölf Prozent nachgab.
Aufgeschlüsselt nach Kategorien sank der Bekleidungsumsatz um sechs Prozent auf 880 Millionen US-Dollar. Das Schuhsegment verzeichnete ein Minus von elf Prozent auf 234 Millionen US-Dollar, und der Umsatz mit Accessoires fiel um sieben Prozent auf 105 Millionen US-Dollar.
Die Bruttomarge sank um 30 Basispunkte auf 47 Prozent. Das Unternehmen führte den Rückgang vor allem auf ungünstige Wechselkurse, den Kanal- und Regionenmix sowie die Preisgestaltung zurück. Die Vertriebs-, Allgemein- und Verwaltungskosten sanken dank geringerer Marketingausgaben und eines strikten Kostenmanagements um vier Prozent auf 557 Millionen US-Dollar. Die Lagerbestände stiegen um vier Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar.
Prognose für Betriebsergebnis angehoben; Erwartung für Bruttomarge gesenkt
Under Armour hob seine Prognose für das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2027 auf eine Spanne zwischen 99 Millionen und 119 Millionen US-Dollar an. Zuvor war man von 96 Millionen bis 116 Millionen US-Dollar ausgegangen. Das bereinigte Betriebsergebnis wird weiterhin bei 140 Millionen bis 160 Millionen US-Dollar erwartet. Dieser Wert beinhaltet einen positiven Effekt von rund 70 Millionen US-Dollar aus Rückerstattungen von Zollkosten des Vorjahres im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA). Dem stehen Belastungen von etwa 45 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten gegenüber, die das Unternehmen zuvor auf 35 Millionen US-Dollar beziffert hatte.
Das Unternehmen rechnet nun mit einem Anstieg der Bruttomarge um 170 bis 220 Basispunkte, nach einer vorherigen Erwartung von 220 bis 270 Basispunkten. Als Gründe wurden höhere Treibstoff- und Frachtkosten, geplante Maßnahmen zur Bestandsverwaltung sowie Wechselkurseffekte genannt. Der Umsatz soll weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie wird unverändert bei 0,08 bis 0,12 US-Dollar erwartet.
Für das dritte Quartal rechnet Under Armour mit einem Betriebsverlust von 20 Millionen bis 30 Millionen US-Dollar. Auf bereinigter Basis wird eine Spanne zwischen einem Verlust von fünf Millionen US-Dollar und einem Betriebsergebnis von fünf Millionen US-Dollar prognostiziert.
Restrukturierung steht kurz vor Abschluss
Im Berichtsquartal verbuchte das Unternehmen Belastungen in Höhe von 13 Millionen US-Dollar im Rahmen seines Restrukturierungsplans für das Geschäftsjahr 2025. Damit belaufen sich die bisherigen Gesamtkosten auf 280 Millionen US-Dollar von insgesamt erwarteten 305 Millionen US-Dollar. Under Armour geht davon aus, dass der Plan bis Dezember 2026 im Wesentlichen abgeschlossen sein wird.
Am Ende des Quartals betrieb Under Armour 438 eigene Stores, verglichen mit 447 ein Jahr zuvor.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI verfasst.
ODER ANMELDEN MIT