Under Armour navigiert herausforderndes Konsumklima im ersten Quartal 2027
Das US-amerikanische Sportswear-Unternehmen Under Armour, Inc. (Under Armour) verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 30. Juni 2026 endete, einen Nettoumsatzrückgang von drei Prozent auf 1,10 Milliarden US-Dollar – beziehungsweise vier Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse.
Der Konzern erzielte einen Nettogewinn von einer Million US-Dollar, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Bereinigt um Transformations- und Restrukturierungskosten erreichte der Nettogewinn 21 Millionen US-Dollar. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie betrug 0,05 US-Dollar.
Das Betriebsergebnis des Quartals belief sich auf 47 Millionen US-Dollar, das bereinigte Betriebsergebnis auf 52 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge stieg um 590 Basispunkte auf 54,1 Prozent. Dieser Anstieg wurde maßgeblich durch Rückerstattungen aus der Rückforderung von Zollkosten gestützt, die im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) im Geschäftsjahr 2026 angefallen waren.
Under-Armour-Präsident und Chief Executive Officer (CEO) Kevin Plank erklärte: „Während wir uns in einem herausfordernden Konsumnachfrageumfeld bewegen, machen wir weiterhin Fortschritte beim Aufbau eines fokussierteren Under Armour – trotz der Anpassung unseres Jahresumsatzausblicks. Durch die Vereinfachung des Geschäftsmodells agieren wir mit größerer Disziplin und sind besser aufgestellt, um die Profitabilität zu schützen. Gleichzeitig investieren wir in ein schärfer konturiertes Produktportfolio mit klarerer Markenkommunikation – mit dem Ziel, ein premiumorientiertes Under Armour zu etablieren, das dauerhaft Nachfrage zum vollen Preis generiert."
Regionale Performance und Vertriebskanäle
Im ersten Quartal entwickelte sich die Umsatzperformance je nach Region und Vertriebskanal unterschiedlich:
Nordamerika: Der Umsatz sank um neun Prozent auf 610 Millionen US-Dollar.
International: Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 490 Millionen US-Dollar, beziehungsweise zwei Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse. Innerhalb der internationalen Märkte legte Europa, der Nahe Osten und Afrika (EMEA) um zwölf Prozent zu; Lateinamerika wuchs um acht Prozent, während Asien-Pazifik um sieben Prozent zurückging.
Wholesale: Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 638 Millionen US-Dollar.
Direct-to-Consumer: Der Direct-to-Consumer-Umsatz (D2C) ging um sechs Prozent auf 437 Millionen US-Dollar zurück. Innerhalb des D2C-Segments sanken die Umsätze der eigenen Stores um drei Prozent, während der E-Commerce-Umsatz um zwölf Prozent fiel und 29 Prozent des gesamten D2C-Umsatzes ausmachte.
Nach Produktkategorien betrachtet sank der Umsatz mit Bekleidung um zwei Prozent auf 734 Millionen US-Dollar. Der Schuhbereich verzeichnete einen Rückgang von acht Prozent auf 245 Millionen US-Dollar, und der Accessoires-Umsatz ging um vier Prozent auf 96 Millionen US-Dollar zurück.
Aktualisierter Jahresausblick
Infolge der schwächeren Konsumnachfrage in Nordamerika und Asien-Pazifik hat Under Armour seinen Finanzausblick für das Gesamtjahr 2027 angepasst. Der Umsatz wird nun voraussichtlich im mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen – eine Abwärtskorrektur gegenüber der bisherigen Erwartung eines leichten Rückgangs. Für Nordamerika wird ein Rückgang im mittleren einstelligen Bereich erwartet, während für EMEA und Asien-Pazifik ein Rückgang im niedrigen einstelligen Bereich prognostiziert wird.
Die Bruttomarge soll im Jahresvergleich um 220 bis 270 Basispunkte steigen. Darin enthalten sind rund 150 Basispunkte aus IEEPA-Zollrückerstattungen, die jedoch durch Lieferkettenunterbrechungen im Nahen Osten sowie Wechselkursdruck teilweise kompensiert werden.
Die Prognose für das Betriebsergebnis wird in einer Spanne von 96 Millionen US-Dollar bis 116 Millionen US-Dollar bestätigt. Das bereinigte Betriebsergebnis wird zwischen 140 Millionen US-Dollar und 160 Millionen US-Dollar erwartet. Der Betriebsergebnisausblick beinhaltet einen Vorteil von 70 Millionen US-Dollar aus IEEPA-Zollrückerstattungen sowie operative Gegenwindfaktoren von 35 Millionen US-Dollar, die auf Konflikte in der Nahost-Region zurückzuführen sind.
Der verwässerte Verlust je Aktie wird voraussichtlich zwischen 0,01 US-Dollar und 0,05 US-Dollar liegen. Der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie wird in einer Spanne von 0,08 US-Dollar bis 0,12 US-Dollar bestätigt.
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