Umfrage: Mehrheit der Verbraucher:innen vertraut Baumwolle

Eine Mehrheit (85 Prozent) der weltweiten Verbraucher:innen hält Baumwolle für umweltfreundlich. Das geht aus einer Umfrage der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation Cotton Incorporated hervor. Dies ist der höchste Prozentsatz aller Naturfasern, dicht gefolgt von Wolle (81 Prozent), Seide (76 Prozent) und Hanf (69 Prozent).

Seit 2017 befragt das Forschungsunternehmen jährlich fast 29.000 Verbraucher:innen in China, Deutschland, Großbritannien, Indien, Italien, Mexiko und den USA. Die neuesten Daten zeigen, dass Chemiefasern wie Rayon/Viskose, Lycra/Spandex, Polyester und Nylon von nur 43 Prozent der Befragten als umweltfreundlich eingestuft werden.

Bewusstsein für Mikroplastik steigt

Das Bewusstsein für Mikroplastikmüll in den Ozeanen liegt stabil bei 45 Prozent. Dies ist ein Anstieg um 18 Prozentpunkte im Vergleich zu 27 Prozent im Jahr 2017. Die meisten Verbraucher:innen identifizieren synthetische Fasern wie Polyester (62 Prozent), Nylon (59 Prozent) und Lycra/Spandex (55 Prozent) korrekt als mikroplastikhaltig.

Nach Ländern aufgeschlüsselt ist das Bewusstsein in Indien mit 56 Prozent am höchsten, gefolgt von China (47 Prozent) und Deutschland (46 Prozent). Dahinter liegen Italien und Großbritannien (44 Prozent), die USA (41 Prozent) und Mexiko (39 Prozent).

„Die globale Bewegung ‘Plastic Free July’ bietet eine wichtige Gelegenheit, das wachsende Bewusstsein der Verbraucher:innen für die Umweltvorteile von Baumwolle hervorzuheben. Die große Mehrheit der Befragten hat Baumwolle korrekt als eine sichere Wahl für die Umwelt identifiziert. Gleichzeitig ist das Bewusstsein für die Mikroplastikverschmutzung in unseren Ozeanen seit 2017 deutlich gestiegen“, bestätigt Andrea Samber, Director of Brand Partnerships bei Cotton Incorporated, in einer Mitteilung.

Verbraucher:innen sind bereit, nachhaltiger zu handeln

Die Umfrage ergab auch, dass eine Mehrheit (84 Prozent) der Befragten motiviert ist, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen. Für 70 Prozent beeinflusst Nachhaltigkeit weiterhin ihre Kaufentscheidungen beim Kleidungskauf.

„Um festzustellen, ob ein Artikel nachhaltig ist, achten sie auf das Material, nachhaltige Praktiken wie Recycling und den Preis. Die meisten Verbraucher:innen (60 Prozent) geben an, dass sie wahrscheinlich mehr für nachhaltige Kleidung zahlen würden, insbesondere die Gen Z und die Millennials“, so die Umfrage.

Recyclingprogramm sammelt acht Tonnen Baumwolle

Das Recyclingprogramm Cotton Lives On wurde 2022 von Cotton Incorporated und dem Cotton Council International ins Leben gerufen. Es soll Textilabfälle reduzieren und alte Baumwollkleidung wiederverwenden. Derzeit wird die gesammelte Kleidung zu Matratzen für Menschen verarbeitet, die von Obdachlosigkeit bedroht sind.

Bisher hat das Programm in Großbritannien rund 8.000 Kilogramm Baumwolle gesammelt und über 100 isolierende Matten bereitgestellt. Jede Matte enthält das Äquivalent von 45 Baumwoll-T-Shirts.

Das Programm arbeitet mit britischen Modemarken und Einzelhändler:innen wie Anthropologie, Bianca Saunders, Charles Tyrwhitt, Hush, Margaret Howell, Whistles und anderen zusammen. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit allen Textilabfällen ist nach wie vor unerlässlich. Mit dem Recyclingprogramm Cotton Lives On ermutigen wir Marken, alte Baumwollprodukte zu recyceln. So helfen wir, wertvolle Naturfasern vor der Mülldeponie zu bewahren“, betont Samber.

Lesen Sie auch:

ODER ANMELDEN MIT
Baumwolle
Cotton Incorporated
Cotton Lives On
Mikroplastik
textilabfall
Verbraucher