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Tschechiens Maßnahmen gegen Coronavirus treffen deutsche Unternehmen

Von DPA

16. März 2020

Von den Coronavirus-Einschränkungen in Tschechien sind viele Unternehmen - auch aus Deutschland - betroffen. «Da gibt es Tausende Anfragen, die Telefone laufen heiß», sagte Bernard Bauer von der deutsch-tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) in Prag am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse jetzt darauf achten, dass die grenzüberschreitenden Lieferketten nicht zusammenbrechen. Die Produktion in Tschechien laufe derzeit weiter, auch der Transportverkehr sei möglich. Es sei indes klar, dass es zu Verzögerungen kommen werde. Im Internet hat die Außenhandelskammer eine Informationsseite eingerichtet.

Tschechiens restriktives Ein- und Ausreiseverbot für Personen gilt nicht für Lkw-Fahrer und grenznahe Pendler. Dennoch bildeten sich am Übergang Pomezi nad Ohri-Schirnding an der Europastraße 48 am Montagvormittag wegen der Kontrollen kilometerlange Rückstaus. Erschwerend kommt hinzu, dass für den Warenverkehr nur noch sieben Grenzübergänge zu Deutschland und fünf zu Österreich geöffnet sind.

Tschechien gilt als verlängerte Werkbank für viele Firmen aus Deutschland, die ihre Produktion seit dem EU-Beitritt des Landes 2004 ganz oder teilweise dorthin verlagert hatten. Ein Drittel der gesamten tschechischen Exporte geht in den westlichen Nachbarstaat. (dpa)