Trotz Umsatzrückgang: Wöhrl verringert Jahresverlust
Der Bekleidungshändler Rudolf Wöhrl SE hatte im Geschäftsjahr 2024/25 unter den widrigen Rahmenbedingungen zu leiden. Der Umsatz lag deutlich unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund von Sparmaßnahmen konnte das Unternehmen allerdings seinen Verlust verringern. Das geht aus einem aktuellen Geschäftsbericht hervor, der vor wenigen Tagen im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr, das am 31. Juli 2025 abgeschlossen wurde, belief sich der Gesamtumsatz demnach auf 170,3 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit seien die Erlöse zudem „weiterhin immer noch deutlich hinter der Vor-Corona-Zeit“ zurückgeblieben, heißt es in einer Mitteilung.
Die negative Entwicklung im jüngsten Geschäftsjahr führte der Einzelhändler auf die „spürbare Kaufzurückhaltung aufgrund der wirtschaftlichen und geopolitischen Einflussfaktoren“ zurück. „Beigetragen zu der schlechten Stimmung haben vor allem die Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Konflikt, die angespannte Lage in Nahost und der Handelsstreit wegen Zöllen zwischen den USA, der VR China und Europa“, erklärte das Unternehmen.
Das Management hofft auf „leicht steigende Umsätze“ im laufenden Geschäftsjahr
Trotz der Umsatzeinbußen machte der Bekleidungsanbieter Fortschritte beim Ergebnis. Das lag an einer höheren Bruttomarge sowie geringeren Personal- und Betriebskosten. So verringerte sich der Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT), der im Vorjahr bei 7,8 Millionen Euro gelegen hatte, auf 1,9 Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern wurde von 8,4 auf 3,2 Millionen Euro reduziert.
Im laufenden Geschäftsjahr hofft das Management trotz der anhaltend widrigen Rahmenbedingungen auf weitere Verbesserungen. „Unter der Voraussetzung, dass die Kaufzurückhaltung der Verbraucher nicht zu stark ausfällt, gehen wir von leicht steigenden Umsätzen und einem positiven EBIT für das Geschäftsjahr 2025/2026 aus“, erklärte das Unternehmen.
Nach wie vor sei die Entwicklung aber „wesentlich geprägt durch die weiterhin unsichere weltpolitische Lage“ und die „damit einhergehende Verunsicherung der Verbraucher“, warnte der Einzelhändler. Konkrete Prognosen seien daher „nur schwer möglich“.
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