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Trotz Umsatzrückgang: Lenzing verbessert Betriebsergebnis

Der österreichische Faserhersteller Lenzing AG musste im Geschäftsjahr 2025 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Das Betriebsergebnis übertraf hingegen dank umfangreicher Sparmaßnahmen das Vorjahresniveau. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Unternehmen am Donnerstag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz im vergangenen Jahr auf 2,6 Milliarden Euro. Das entsprach einem Minus von 2,3 Prozent gegenüber 2024. Die Geschäftsentwicklung sei insbesondere in der zweiten Jahreshälfte „von externen Faktoren wie internationalen Zollmaßnahmen, verhaltener Nachfrage und sinkenden Marktpreisen belastet“ worden, teilte das Unternehmen mit.

Der Konzern realisiert umfangreiche Kostensenkungen

Umfassende Reformen im Rahmen des laufenden Performance-Programms führten aber dazu, dass sich das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 7,6 Prozent auf 425,6 Millionen Euro erhöhte. Nach eigenen Angaben konnte der Konzern im vergangenen Jahr Kosteneinsparungen im Umfang von mehr als 200 Millionen Euro erzielen. Der Nettoverlust, der im Vorjahr bei 138,3 Millionen Euro gelegen hatte, wurde trotz einmaliger Belastungen durch Wertberichtigungen auf 135,2 Millionen Euro verringert.

Das Vorstandsteam, das den Konzern seit dem Rücktritt von CEO Rohit Aggarwal gemeinsam führt, zeigte sich mit der Entwicklung insgesamt zufrieden. „Wir treiben die Transformation der Lenzing Gruppe weiter entschlossen voran. 2025 haben wir unter schwierigen Rahmenbedingungen wesentliche Fortschritte erzielt: ein höheres EBITDA, ein verbesserter Free Cashflow und deutliche Kosteneinsparungen“, erklärte es in einem Statement. „Mit dem Performance‑Programm, der organisatorischen Weiterentwicklung und gezielten Investitionen in unsere Standorte stärken wir die Profitabilität und setzen die Premiumisierungsstrategie konsequent fort. So schaffen wir Stabilität im Heute und Wachstumschancen für die Zukunft.“

Angesichts der volatilen Rahmenbedingungen gab sich das Management für 2026 allerdings vorsichtig. „Handelspolitische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen – darunter auch die indirekten Auswirkungen des US-Iran-Konflikts auf Energiemärkte, Lieferketten und das Verbrauchervertrauen – bremsen die globale Entwicklung und führen zu eingeschränkter Visibilität. Die Preise im Markt für generische Fasern dürften aufgrund weiterer Kapazitätserweiterungen unter Druck bleiben“, heißt es in einer Mitteilung. Im ersten Quartal sei allerdings eine „leicht verbesserte Preisentwicklungen sowie Nachfrage im Zellstoff- und Fasergeschäft“ beobachtet worden.

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