Trotz Umsatzrückgang: Lanvin Group kann Halbjahresverlust deutlich verringern
Der chinesische Modekonzern Lanvin Group Holdings Limited musste in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 erneut einen erheblichen Umsatzrückgang hinnehmen. Allerdings konnte die Muttergesellschaft von Marken wie Lanvin, Wolford, Sergio Rossi und St. John ihren Verlust deutlich verringern.
In den Monaten Januar bis Juni belief sich der Konzernumsatz auf 100,8 Millionen Euro. Das entsprach einem Rückgang um 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Minus war laut einer Mitteilung in erster Linie auf die gezielte Optimierung des Einzelhandelsnetzes sowie die laufende strategische Markentransformation zurückzuführen.
Das Filialnetz wurde im Zuge der Schließung unrentabler Standorte auf 151 direkt betriebene Stores verkleinert. Im E-Commerce konnte der Konzern allerdings zum Wachstum zurückkehren. Dazu beigetragen haben die österreichische Marke Wolford und die US-amerikanische Marke St. John.
Chairman Zhen Huang erklärte in einem Statement, das erste Halbjahr sei ein ermutigender Schritt nach vorne für die Gruppe gewesen. Er ergänzte: „Gestützt auf eine erneuerte kreative und operative Führung in unseren Häusern sind wir zuversichtlich, das langfristige Potenzial unserer Marken trotz der Herausforderungen am Markt schrittweise zu erschließen.“
im ersten Halbjahr mussten alle Marken des Konzerns Umsatzeinbußen hinnehmen. Bei Lanvin sanken die Erlöse um 17,9 Prozent auf 22,9 Millionen Euro, bei Wolford um 6,0 Prozent auf 31,0 Millionen Euro, bei St. John um 10,5 Prozent auf 35,5 Millionen Euro und bei Sergio Rossi um 28,6 Prozent auf 10,9 Millionen Euro.
Der Konzern will seinen Reformkurs fortsetzen
Dank einer verbesserten Bruttomarge und Effizienzsteigerungen machte der Konzern allerdings Fortschritte beim Ergebnis. Der um Sondereffekte bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), der im Vorjahreszeitraum bei 52,2 Millionen Euro gelegen hatte, wurde auf 34,6 Millionen Euro verringert. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettoverlust ging von 73,2 auf 59,3 Millionen Euro zurück.
Executive President Andy Lew hob hervor, dass das Unternehmen seine Betriebsstrukturen grundlegend neu ausgerichtet habe, um schlanker und agiler zu werden. „Auf dieser Grundlage geht es in der zweiten Jahreshälfte um die weitere Umsetzung“, erklärte er. „Wir werden unsere neue kreative und kaufmännische Führung einbinden, unseren Vertriebskanalmix optimieren und über unsere eigenen Marken sowie Lizenzgeschäfte eine überzeugende Kollektionspipeline auf den Markt bringen, um die Attraktivität der Marke und das Kundenengagement wieder zu beleben.“
Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres plant die Gruppe, eine strikte Kostendisziplin beizubehalten und gleichzeitig selektive Investitionen fortzuführen. Wolford wird sich dabei nach Angaben des Unternehmens auf die Beschleunigung des Wachstums im Großhandel und im E-Commerce konzentrieren.
ODER ANMELDEN MIT