Trotz Umsatzrückgang im Jahr 2025: Modekonzern OTB sieht Fortschritte
Der italienische Modekonzerns OTB SpA hat am Dienstag finanzielle Eckdaten für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Demnach musste die Muttergesellschaft von Marken wie Diesel, Jil Sander, Maison Margiela, Marni und Viktor&Rolf Umsatzeinbußen hinnehmen, konnte aber auch positive Entwicklungen beobachten.
Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 31. Dezember abgeschlossen wurde, belief sich der Gesamtumsatz des Konzerns auf 1,7 Milliarden Euro. Das entsprach einem Rückgang um 4,8 Prozent bei konstanten Wechselkursen im Vergleich zu 2024. Die Nettoerlöse lagen bei 1,6 Milliarden Euro und sanken damit währungsbereinigt um fünf Prozent.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 237,3 Millionen Euro bei einer Marge von 15,1 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 10,1 Millionen Euro.
Maison Margiela verzeichnete ein Wachstum von 8,4 Prozent
CEO Ubaldo Minelli hob die Fortschritte hervor: „Zu den positivsten Entwicklungen gehört Maison Margiela, das das Jahr mit einem deutlichen Wachstum von über acht Prozent abschließt und damit seinen Kurs bestätigt“, erklärte er in einer Mitteilung. „Sehr ermutigende Ergebnisse gibt es auch bei Diesel, das die höchste Rentabilität der letzten zehn Jahre erreicht hat. Die Entwicklung in Japan bleibt stabil.“ Trotz einer „komplexen nationalen Wirtschaftslage“ habe sich dieser Markt für die Gruppe weiterhin positiv entwickelt und über 27 Prozent des weltweiten Umsatzes ausgemacht. „Ich bin auch sehr zufrieden mit den Ergebnissen in Nordamerika, das Wachstumssignale zeigt, sowie mit den ersten positiven Rückmeldungen aus dem Nahen Osten und Mexiko“, so Minelli.
Die Nettofinanzposition beläuft sich auf 40 Millionen Euro.
„Der Wachstumstrend von Maison Margiela setzt sich fort und festigt seine Bedeutung innerhalb der OTB-Gruppe“, erklärte das Management. Insgesamt verzeichnete der Konzern trotz eines ungünstigen Umfelds für den Mode- und Luxusmarkt. positive Ergebnisse sowohl in neuen Regionen wie dem Nahen Osten als auch in etablierten Märkten wie Nordamerika. Das geopolitische Bild war dabei von großer Unsicherheit und ungünstigen Wechselkursentwicklungen geprägt.
Im eigenen Einzelhandel sanken die Erlöse der Unternehmensgruppe um 2,6 Prozent, im Großhandelsgeschäft gingen sie um 14,7 Prozent zurück.
Was die einzelnen geografischen Gebiete betrifft, so behauptete sich der japanische Markt, der 27,4 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Das Unternehmen verzeichnete in Nordamerika Zuwächse um 5,9 Prozent und im Nahen Osten um neun Prozent. Abschwächungen erlebte er hingegen in China und Europa.
„Ich bin überzeugt, dass Kreativität immer im Mittelpunkt der Geschäftsprozesse stehen muss“, sagte Renzo Rosso, der Gründer und Chairman der OTB-Gruppe. „Dies gilt auch in einer komplexen historischen Zeit, in der sich die Modebranche aufgrund der globalen geopolitischen und wirtschaftlichen Lage verlangsamt. Sie ist die einzige wirkliche Waffe, die wir haben, um aus jeder Krise herauszukommen. Denn sie ermöglicht es uns, Veränderungen vorwegzunehmen, innovativ zu sein und Schwierigkeiten in konkrete Wachstumschancen zu verwandeln.“
Die Entwicklung der einzelnen OTB-Marken
Mit Blick auf die einzelnen Marken betonte das Management, dass Diesel seine Rentabilität verbessern konnte. Dank der in den letzten Jahren getätigten Investitionen zur Neupositionierung der Marke wurde das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre erzielt.
Das Label setzte weiterhin auf Werte wie Demokratie und Inklusion. So veranstaltete es während der Mailänder Modewoche im September die erste vollständig öffentliche Show, als es seine Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2026 präsentierte.
Im vergangenen Jahr setzte Diesel die Investitionen in den eigenen Einzelhandel mit wichtigen Neueröffnungen in Berlin und Seoul fort. So wurde in Seoul im Stadtteil Hannam einer der größten Flagship-Stores der Marke eröffnet. Er ist als kultureller Knotenpunkt konzipiert, der Mode, Design und globale Trends integriert. Im Januar dieses Jahres gab Diesel zudem die Ernennung von Andrea Rigogliosi zum CEO der Marke bekannt.
Im Luxussegment setzt Maison Margiela seinen positiven Trend mit einem Plus von 8,4 Prozent fort. Die Marke verzeichnet das stärkste Wachstum innerhalb der Gruppe. „Mit der Ernennung von Glenn Martens zum Kreativdirektor war die Marke im Juli der Protagonist der Haute-Couture-Woche in Paris“, heißt es in der Mitteilung. Dort fand die erste „Artisanal“-Show des Designers statt, gefolgt von der Ready-to-wear-Kollektion im Oktober 2025.
Im Laufe des Jahres setzte die Marke ihre internationale Expansion im Einzelhandel fort. Sie vollzog den Markteintritt in Kanada, eröffnete die ersten Geschäfte in Mexiko und stärkte ihre Präsenz im Nahen Osten.
Im Frühjahr gab Jil Sander die Ernennung von Simone Bellottizum Kreativdirektor der Marke bekannt, mit der die Positionierung eines für die Gruppe strategischen Modehauses weiter gestärkt werden soll. Bellotti präsentierte seine erste Ready-to-wear-Kollektion für die Saison Frühjahr/Sommer 2026 während der Mailänder Modewoche im September. Darauf folgte die Vorkollektion für die Saison Herbst/Winter 2026.
Im Laufe des Jahres stärkte die Marke ihre Präsenz im Einzelhandel in der Region Asien-Pazifik mit neuen Eröffnungen in China und Japan. Jil Sander präsentierte außerdem in Zusammenarbeit mit Coty die erste Duftlinie „Olfactory Series 1“. Zudem wurde die historische Zusammenarbeit mit Puma wiederbelebt, die einen 1998 begonnenen, wegweisenden Dialog zwischen Luxus und Sport wieder aufgreift.
Die Marke Marni hat mit dem Wechsel der kreativen Leitung eine neue Phase eingeleitet. Die Leitung wurde Meryll Rogge anvertraut. Diese Entscheidung spiegelt den Wunsch wider, die Identität der Marke durch eine zeitgenössische Vision zu stärken, die mit der ursprünglichen DNA des Hauses übereinstimmt. Das Debüt der neuen Kreativdirektorin auf dem Laufsteg wird im Rahmen der bevorstehende Mailänder Modewoche im Februar erwartet.
Viktor Horsting und Rolf Snoeren, die Gründer und Designer von Viktor&Rolf, wurden im Februar 2025 als Kreativdirektoren des Haute-Couture-Hauses bestätigt. Sie feierten ihr 30-jähriges Karrierejubiläum mit der Ausstellung „Viktor&Rolf. Fashion Statements“. Nach München wurde die Ausstellung im High Museum of Art in Atlanta gezeigt.
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