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Trotz Umsatzrückgang: Hennes & Mauritz steigert Jahresgewinn

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB musste im Geschäftsjahr 2024/25 nicht zuletzt aufgrund der widrigen Marktbedingungen und negativer Währungseffekte einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen. Dank erfolgreicher Sparmaßnahmen konnte er aber sein Ergebnis verbessern. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor, den die Muttergesellschaft von Marken wie H&M, Cos, Weekday, & Other Stories und Arket am Donnerstag vorlegte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz im Ende November abgeschlossenen Geschäftsjahr auf 228,3 Milliarden Schwedische Kronen (21,7 Milliarden Euro). Das entsprach einem Rückgang um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den jeweiligen Lokalwährungen wuchsen die Erlöse allerdings um zwei Prozent.

Negative Währungseffekte belasten die Umsatzentwicklung

Negative Währungseffekte infolge der Aufwertung der Schwedischen Krone belasteten die Umsatzentwicklung in allen internationalen Märkten. So erreichten die Erlöse in Westeuropa in etwa das Vorjahresniveau. In den nordischen Ländern (-2 Prozent) sowie in Osteuropa (-1 Prozent), Südeuropa (-1 Prozent), Nord- und Südamerika (-5 Prozent) sowie in Asien, Ozeanien und Afrika (-7 Prozent) waren die Umsätze hingegen rückläufig.

Dank einer stabilen Bruttomarge und Kostensenkungen konnte der Konzern sein operatives Ergebnis um sechs Prozent auf 18,4 Milliarden Schwedische Kronen steigern. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn erhöhte sich um fünf Prozent auf 12,2 Milliarden Schwedische Kronen (1,2 Milliarden Euro).

CEO Daniel Ervér betonte, dass der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz schwieriger Marktbedingungen „positive Entwicklungen mit Blick auf die langfristigen Ziele“ gemacht habe. „Der Umsatztrend war im Verlauf des Jahres positiv, und in der zweiten Jahreshälfte sind die Gewinne stärker geworden“, erklärte er in einem Statement.

Der Konzern will weiter in die technische Infrastruktur investieren

Außerdem gab er einen Überblick über die strategischen Prioritäten. „Wir expandieren über unsere Filialen und digitalen Kanäle. Vor allem in Wachstumsmärkten – darunter Brasilien und andere Teile Lateinamerikas“, betonte Ervér. Gleichzeitig werde das Filialportfolio weiter optimiert.

„Für 2026 erwarten wir, dass sich die Auswirkungen der Filialoptimierung auf den Umsatz leicht positiv auswirken werden“, erklärte der Konzernchef. „Zusätzlich zu unseren Investitionen in neue Märkte, neue Filialen und ein verbessertes Kundenerlebnis in einem Großteil unserer bestehenden Filialen investieren wir auch in die technische Infrastruktur.“ Unter anderem plane der Konzern „den verstärkten Einsatz von KI“.

Der Start ins neue Geschäftsjahr verlief allerdings verhalten: Im Zeitraum vom 1. Dezember bis zum 31. Januar hätten die Erlöse vorliegenden Zahlen zufolge währungsbereinigt um zwei Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau gelegen, teilte das Unternehmen mit. Gründe für den Rückgang seien unter anderem die starken Umsätze in der Black-Friday-Woche Ende November, die zu einer geringeren Nachfrage im Dezember geführt hätten, sowie die Tatsache, dass das chinesische Neujahrsfest in diesem Jahr erst in den Februar fällt.


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