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Trotz Umsatzrückgang: Hennes & Mauritz erzielt kräftige Gewinnsteigerung im ersten Quartal

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 nicht zuletzt aufgrund negativer Währungseffekte einen erheblichen Umsatzrückgang hinnehmen. Ihren Gewinn konnte die Muttergesellschaft von Marken wie H&M, Cos, Weekday, & Other Stories und Arket allerdings kräftig steigern. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht hervor.

Demnach belief sich der Konzernumsatz in den Monaten Dezember bis Februar auf 49,6 Milliarden Schwedische Kronen (4,6 Milliarden Euro). Das entsprach einem Rückgang um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Geprägt wurde die Entwicklung allerdings von den Effekten der Aufwertung der Schwedischen Krone. In den jeweiligen Lokalwährungen seien die Erlöse im ersten Quartal lediglich um ein Prozent zurückgegangen, erklärte das Unternehmen.

In allen Marktregionen musste der Konzern Einbußen hinnehmen. So sanken die Erlöse in den nordischen Ländern um drei Prozent, in Westeuropa um acht Prozent sowie in Ost- und Südeuropa jeweils um sieben Prozent. In Amerika lag das Minus bei 15 Prozent, in der Region Asien, Ozeanien und Afrika ging der Umsatz um 18 Prozent zurück.

Sparmaßnahmen und geringere Rabatte beflügeln das Ergebnis

Beim Ergebnis konnte die Unternehmensgruppe hingegen Fortschritte machen. Die Bruttomarge erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal nicht zuletzt aufgrund geringerer Preisnachlässe von 49,1 auf 50,7 Prozent. Gleichzeitig konnte der Konzern seine Vertriebsgemeinkosten weiter verringern.

So stieg der operative Gewinn um 26 Prozent auf 1,5 Milliarden Schwedische Kronen. Das auf die Anteilseigner entfallende Nettoergebnis erreichte eine Höhe von 724 Millionen Schwedische Kronen (67 Millionen Euro) und übertraf das entsprechende Vorjahresniveau damit um 23 Prozent.

CEO Daniel Ervér hob die positiven Aspekte der aktuellen Resultate hervor. Nach einem schwachen Dezember habe sich die Nachfrage erholt, erklärte er in einem Statement. Aufgrund der positiven Resonanz auf die Frühjahrskollektionen sei der Umsatztrend zum Ende des Quartals positiv gewesen.

Gleichzeitig verwies Ervér auf die anhaltenden Fortschritte beim Ergebnis. „Dank einer weiterhin guten Kostenkontrolle, einer höheren Effizienz beim Produkteinkauf sowie externer Faktoren, die sich positiv auf die Einkaufskosten auswirkten, konnten wir sowohl die Bruttomarge als auch die operative Marge im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern“, betonte er.

Das Management sieht einen leichten Aufwärtstrend beim Umsatz

In den ersten Wochen des zweiten Quartals beobachtete das Unternehmen eine Fortsetzung des leichten Aufwärtstrends. Im März seien die Erlöse nach jetzigen Erkenntnissen voraussichtlich währungsbereinigt um ein Prozent gestiegen, erklärte der Konzern. Er warnte allerdings davor, dass die Ergebnisbelastungen durch Rabatte im laufenden Quartal etwas höher ausfallen würden als im Vorjahreszeitraum.

Das Management zeigte sich zudem zuversichtlich, die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten meistern zu können. „Das Unternehmen beobachtet die Entwicklungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf den Welthandel sehr genau“, heißt es in einer Mitteilung. „Dank einer hohen Flexibilität in der Lieferkette und eines geringen Anteils an Luftfracht bestehen Möglichkeiten, den Warenfluss an die veränderten Bedingungen anzupassen. Die Märkte im Nahen Osten machen nur einen geringen Teil des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus und werden über Franchisepartner bedient.“


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