Trotz Umsatzrückgang: G-III meldet höheren Quartalsgewinn

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern G-III Apparel Group Ltd. musste im zweiten Quartal des Geschäftsjahre 2026/27 einen erheblichen Umsatzrückgang hinnehmen. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen aber kräftig steigern.

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Meldung belief sich der Konzernumsatz in den Monaten Mai bis Juli auf 554,1 Millionen US-Dollar (477,5 Millionen Euro). Das entsprach einem Minus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Trotz des Umsatzrückgangs stieg der Nettogewinn, der im Vorjahreszeitraum bei 10,9 Millionen US-Dollar gelegen hatte, auf 20,2 Millionen US-Dollar (17,4 Millionen Euro). Dank strategischer Preiserhöhungen und einem höheren Umsatzanteil margenstarker Eigenmarken konnte das Unternehmen seine Bruttomarge steigern. Gleichzeitig profitierte es allerdings auch von Einmaleinnahmen, die aus Zollrückerstattungen und positiven Steuereffekten resultierten. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Nettogewinn lediglich von 11,2 auf 11,5 Millionen US-Dollar.

Übernahme von Marc Jacobs „bedeutender Schritt nach vorne“

Chairman und CEO Morris Goldfarb hob hervor, dass der Konzern beim Ergebnis die Erwartungen übertreffen konnte. Er verwies zudem auf die bevorstehende Integration der Modemarke Marc Jacobs, die G-III zusammen mit dem Brandmanagement-Unternehmen WHP Global übernommen hat. „Unsere strategische Transformation hat mit der Aufnahme von Marc Jacobs einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht“, erklärte Goldfarb. „Die Übernahme stärkt unser Portfolio erheblich und festigt unsere Führungsposition im globalen Modemarkt.“ Er sei „äußerst optimistisch, was die Zukunft von G-III betrifft“, betonte der Konzernchef.

In den aktuellen Prognosen sind zukünftige Beiträge von Marc Jacobs noch nicht berücksichtigt. Für das laufende Jahr erwartet das Management weiterhin einen Umsatz in Höhe von rund 2,71 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr hatte er noch bei 2,96 Milliarden US-Dollar gelegen. Das Unternehmen rechnet dabei mit Einbußen im Umfang von 460 Millionen US-Dollar durch das schrittweise Auslaufen der Lizenzen für die Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger.

Die Prognose für den Nettogewinn, die bisher bei 171,0 bis 175,0 Millionen US-Dollar gelegen hatte wurde hingegen kräftig erhöht. Erwartet wird nun ein Überschuss zwischen 181,0 und 185,0 Millionen US-Dollar.


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