Trotz Umsatzrückgang: Capri Holdings verringert Quartalsverlust
Der US-amerikanische Modekonzern Capri Holdings Limited musste auch im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 Umsatzeinbußen hinnehmen. Dank umfangreicher Reformen konnte das Unternehmen aber kräftige Fortschritte beim Ergebnis machen. Für das laufende Jahr stellte das Management nun auch wieder ein Umsatzwachstum in Aussicht.
Im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres, das am 28. März endete, belief sich der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen – also ohne die Beiträge des inzwischen an die Prada Group verkauften Modehauses Versace – auf 796 Millionen US-Dollar (684 Millionen Euro). Das entsprach einem Rückgang um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um 7,0 Prozent.
Der Umsatz der Kernmarke Michael Kors sank um 5,5 Prozent (währungsbereinigt -8,4 Prozent) auf 656 Millionen US-Dollar. Die Erlöse des Schuhlabels Jimmy Choo legten hingegen um 5,3 Prozent auf 140 Millionen Euro zu. Währungsbereinigt blieben sie in etwa konstant.
Der Konzern macht weitere Fortschritte beim Ergebnis
Die Bruttomarge, die im Vorjahresquartal bei 59,9 Prozent gelegen hatte, erhöhte sich nicht zuletzt aufgrund der erwarteten Rückerstattung unrechtmäßiger Zollgebühren auf 64,8 Prozent. Diese Steigerung trug neben Kosteneinsparungen dazu bei, dass sich der operative Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 57 auf 27 Millionen US-Dollar verringerte.
Der ausgewiesene auf die Anteilseigner entfallende Nettoverlust, der im Vorjahresquartal noch eine Höhe von 645 Millionen US-Dollar erreicht hatte, wurde auf vier Millionen US-Dollar (3 Millionen Euro) reduziert. Die fortgeführten Geschäftsbereiche erwirtschafteten einen Gewinn von einer Million US-Dollar, nachdem sie im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 579 Millionen US-Dollar hinnehmen mussten.
Im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 sank der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen damit um 4,1 Prozent (währungsbereinigt -6,2 Prozent) auf 3,47 Milliarden US-Dollar. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn lag bei 137 Millionen US-Dollar, nachdem der Konzern im Vorjahr einen entsprechender Verlust von 1,18 Milliarden US-Dollar verbucht hatte.
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Management Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis
Chairman und CEO John Idol hob die „ermutigenden Fortschritte“ hervor, die der Konzern im abgelaufenen Jahr bei der Umsetzung seiner strategischen Initiativen gemacht habe. Nach dem Verkauf von Versace steht die Stärkung der beiden verbliebenen Marken im Vordergrund der Strategie. Unter anderem seien „gezielte Maßnahmen“ eingeleitet worden, um „die Produktinnovation, die Attraktivität der Marken und die Kundenbindung zu stärken“, so Idol. Der Konzern sehe inzwischen „deutliche Anzeichen dafür, dass diese Bemühungen bei den Verbraucher:innen Anklang finden“. Durch die sich verbessernden Trends bei beiden Marken habe das Management „Vertrauen in die Rückkehr zu Umsatz- und Gewinnwachstum“, betonte der Konzernchef.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 rechnet der Konzern dementsprechend mit einem Umsatzwachstum auf etwa 3,252 Milliarden US-Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn pro Aktie soll um rund 40 Prozent auf etwa 2,15 US-Dollar gesteigert werden.
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