Trotz Umsatzplus: PVH meldet deutlichen Gewinnrückgang
Der US-amerikanische Modekonzern PVH Corporation konnte im Geschäftsjahr 2025/26 seinen Umsatz steigern. Der Gewinn ging allerdings aufgrund widriger Rahmenbedingungen und negativer Sondereffekte deutlich zurück. Insgesamt lagen die Resultate, die die Muttergesellschaft der Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger am Dienstag veröffentlichte, über den Markterwartungen.
Bei Tommy Hilfiger und Calvin Klein steigen die Erlöse
Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 1. Februar abgeschlossen wurde, erreichte der Konzernumsatz eine Höhe von 8,95 Milliarden US-Dollar (7,74 Milliarden Euro) und übertraf das Niveau des Vorjahres damit um 3,4 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stiegen die Erlöse um 0,5 Prozent.
Beide Kernmarken trugen zum Wachstum bei. Der Umsatz von Tommy Hilfiger stieg um 3,9 Prozent (währungsbereinigt +0,5 Prozent) auf 4,77 Milliarden US-Dollar. Calvin Klein erzielte ein Plus von 2,8 Prozent (währungsbereinigt +0,5 Prozent) auf 3,96 Milliarden US-Dollar.
Höhere Zölle und Wertberichtigungen belasten das Ergebnis
Die Bruttomarge des Konzerns sank im Jahresvergleich von 59,4 auf 57,5 Prozent. Das Unternehmen begründete dies mit höheren Einfuhrzöllen in die USA, gestiegenen Frachtkosten und umfangreicheren Rabatten. Weil der Konzern zudem umfangreiche Wertberichtigungen vornehmen musste, sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das im Vorjahr bei 772,3 Millionen US-Dollar gelegen hatte, um 70 Prozent auf 230,6 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn sackte von 598,5 auf 25,3 Millionen US-Dollar (21,9 Millionen Euro) ab.
Bereinigt um Sondereffekte sank der Jahresüberschuss um knapp 17 Prozent auf 553,2 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie schrumpfte von 11,74 auf 11,40 US-Dollar. Damit lag er allerdings nicht zuletzt dank überraschend starker Resultate im vierten Quartal deutlich über der Prognose des Unternehmens, die 10,85 bis 11,00 US-Dollar in Aussicht gestellt hatte.
Das Management prognostiziert weitere Fortschritte
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 rechnet das Management trotz weiterhin schwieriger Marktbedingungen mit weiteren kleinen Fortschritten. Den aktuellen Prognosen zufolge soll der Umsatz leicht gesteigert werden und der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie auf 11,80 bis 12,10 US-Dollar erhöht werden.
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