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Trotz Umsatzeinbußen: Mulberry schreibt im Geschäftsjahr 2020/21 wieder schwarze Zahlen

Business

Von Jan Schroder

21. Juli 2021

Der britische Lederwarenspezialist Mulberry Group plc. musste im Geschäftsjahr 2020/21 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Trotzdem kehrte das Modeunternehmen in die Gewinnzone zurück. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 27. März endete, belief sich der Umsatz demnach auf 115,0 Millionen Britische Pfund (133,0 Millionen Euro). Damit lag er um 23 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen begründete den deutlichen Rückgang mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. So sei die Mehrzahl der eigenen Stores im Laufe des Jahres zeitweilig geschlossen gewesen.

Hohe Zuwächse in Asien und im E-Commerce lindern Krisenfolgen

Positiv entwickelte sich das Onlinegeschäft, dessen Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 55 Prozent stiegen und eine Höhe von 56,4 Millionen Britischen Pfund erreichten. Deutlich zulegen konnte Mulberry auch im asiatisch-pazifischen Raum. Nicht zuletzt dank überdurchschnittlicher Zuwächse in China (+81 Prozent) stiegen die Einzelhandelsumsätze in der Region um 36 Prozent.

Die starke Entwicklung in Asien trug dazu bei, dass Mulberry anders als im Vorjahr in der Gewinnzone landete. Nach hohen Investitionen in den vergangenen Jahren seien die Geschäfte in der Region nun profitabel gewesen, erklärte das Unternehmen. Zudem hätten umfangreiche Sparmaßnahmen und staatliche Hilfen für die Ergebnisverbesserung gesorgt.

Kräftige Erholung: Im laufenden Jahr geht es auch beim Umsatz wieder aufwärts

So konnte Mulberry einen operativen Gewinn in Höhe von 8,78 Millionen Britischen Pfund erzielen. Im Vorjahr war nicht zuletzt aufgrund hoher Wertberichtigungen ein Betriebsverlust von 43,0 Millionen Britischen Pfund verbucht worden. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettogewinn in Höhe von 4,77 Millionen Britischen Pfund (5,52 Millionen Euro), nachdem im Jahr zuvor ein Fehlbetrag von 44,1 Millionen Britischen Pfund ausgewiesen werden musste.

Seit dem Beginn des aktuellen Geschäftsjahres hat Mulberry auch beim Umsatz einen kräftigen Aufschwung erlebt. Die Erlöse seien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 45 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Die Einzelhandelsumsätze legten dabei um 30 Prozent zu. Der Modeanbieter begründete die Zuwächse mit „einer starken Erholung in Großbritannien“ sowie dem „anhaltendem Wachstum in Asien“. Angesichts der gezielten Verkleinerung des Store-Netzwerks sei aber damit zu rechnen, dass der Umsatz im laufenden Jahr das Vorkrisenniveau nicht erreichen werde, erklärte das Unternehmen.

Foto: Mulberry Facebook-Page