Trotz Umsatz- und Gewinnrückgang: PVH übertrifft im vierten Quartal die Erwartungen
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Der US-amerikanische Bekleidungskonzern PVH Corporation musste im Geschäftsjahr 2024/25 Einbußen beim Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Im vierten Quartal konnte die Muttergesellschaft der Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger allerdings die Markterwartungen übertreffen. Aufgrund der jüngsten Reformmaßnahmen sei im laufenden Geschäftsjahr mit einer Ergebnisverbesserung zu rechnen, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Im Schlussquartal, das am 2. Februar endete, belief sich der Konzernumsatz auf 2,37 Milliarden US-Dollar (2,19 Milliarden Euro). Damit verfehlte er das entsprechende Vorjahresniveau um fünf Prozent (währungsbereinigt -2 Prozent). Im Vorfeld hatte das Unternehmen einen Rückgang um sechs bis sieben Prozent prognostiziert.
Der ausgewiesene Nettogewinn belief sich auf 157,2 Millionen US-Dollar (145,5 Millionen Euro), was einem Rückgang um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach. Bereinigt um Sondereffekte schrumpfte der Überschuss um 18 Prozent auf 181,4 Millionen US-Dollar und lag damit ebenfalls über den Erwartungen.
Der Jahresumsatz von PVH sinkt um sechs Prozent
Im gesamten Geschäftsjahr 2024/25 erzielte PVH einen Umsatz in Höhe von 8,65 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr sank er damit um sechs Prozent (währungsbereinigt -5 Prozent).
Die Erlöse der Marke Tommy Hilfiger gingen um fünf Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent) auf 4,59 Milliarden US-Dollar zurück. Bei Calvin Klein sank der Umsatz um ein Prozent auf 3,87 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Wechselkursveränderungen blieb er nahezu konstant.
Im Segment Heritage Brands, in dem die übrigen Konzernmarken geführt werden, schrumpfte der Umsatz um 57 Prozent auf 206,5 Millionen US-Dollar. 45 Prozentpunkte des Rückgangs resultierten nach Angaben des Unternehmens aus dem im Herbst 2023 erfolgten Verkauf der drei Wäschemarken Warners, True & Co. und Olga.
Negative Sondereffekte belasten den Gewinn
Trotz erheblicher Kostensenkungen sank der ausgewiesene Nettogewinn um knapp zehn Prozent auf 598,5 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erhöhte er sich allerdings um ein Prozent auf 665,0 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 11,74 US-Dollar und damit oberhalb des Prognosebereichs von 11,55 bis 11,70 US-Dollar.
Chief Financial Officer (CFO) Zac Coughlin zeigte sich mit den vorgelegten Zahlen zufrieden. Im Geschäftsjahr 2024/25 habe der Konzern seine am Jahresbeginn formulierten Ziele „trotz eines unerwartet schwierigen makroökonomischen Umfelds erreicht“, betonte er in einem Statement. Das Unternehmen habe die Umsetzung seines Reformplans „PVH+“ weiter vorangetrieben und dadurch die Kosteneffizienz erhöht.
Der Konzern rechnet mit einer Ergebnisverbesserung im laufenden Jahr
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 rechnet das Management nun damit, dass der Umsatz mindestens konstant bleibt oder sich leicht erhöht. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn pro Aktie soll auf 12,40 bis 12,75 US-Dollar ansteigen.
Gleichzeitig kündigte der Konzern an, wie schon im vergangenen Jahr eigene Aktien im Gesamtwert von 500 Millionen US-Dollar zurückkaufen zu wollen.
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