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Trotz schwieriger Rahmenbedingungen: Lululemon übertrifft im vierten Quartal die eigenen Erwartungen

Der kanadische Sportswear-Anbieter Lululemon Athletica Inc. konnte im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 die eigenen Prognosen für den Umsatz und Gewinn übertreffen. Allerdings sah sich das Unternehmen weiterhin mit einem schwierigen Einzelhandelsumfeld in Amerika konfrontiert, das zu rückläufigen Resultaten in den eigenen Stores und verstärkten Rabattaktionen führte.

Im vierten Quartal, das am 1. Februar endete, belief sich der Umsatz auf 3,64 Milliarden US-Dollar (3,16 Milliarden Euro). Damit übertraf er das Niveau des Vorjahreszeitraums um ein Prozent. Ohne Berücksichtigung der 53. Verkaufswoche im vorherigen Geschäftsjahr erhöhte sich der Umsatz um sechs Prozent.

Allerdings sah sich das Unternehmen in seinen Heimatmärkten mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Der Nettoumsatz in Amerika sank um vier Prozent, während die vergleichbaren Umsätze in der Region um ein Prozent zurückgingen.

Priorität für das laufende Geschäftsjahr habe nun „die Verbesserung unserer Vollpreisverkäufe, insbesondere in Nordamerika“, erklärte Interims-Co-CEO und Chief Financial Officer (CFO) Meghan Frank. „Dies wird es uns ermöglichen, unsere Markengesundheit zu stärken und langfristiges Wachstum sowie Wertschöpfung für unsere Aktionär:innen zu erzielen."

Internationale Expansion gleicht Abkühlung im Heimatmarkt aus

Das globale Geschäft des Konzerns bot einen notwendigen Puffer gegen die Abschwächung in Nordamerika. Der internationale Umsatz stieg um 17 Prozent (währungsbereinigt + 14 Prozent). Auf vergleichbarer Basis stiegen die internationalen Umsätze im Schlussquartal sogar um 20 Prozent.

Im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 erreichte der Umsatz eine Höhe von 11,1 Milliarden US-Dollar (9,6 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anstieg von fünf Prozent im Jahresvergleich.

Trotz des Umsatzwachstums geriet das Ergebnis unter Druck. Die Bruttomarge sank im Jahresvergleich um 260 Basispunkte auf 56,6 Prozent. Das Betriebsergebnis schrumpfte um zwölf Prozent auf 2,20 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn ging um 13 Prozent auf 1,58 Milliarden US-Dollar (1,37 Milliarden Euro) zurück. Der verwässerte Gewinn pro Aktie, der im Vorjahr bei 14,64 US-Dollar gelegen hatte, verringerte sich auf 13,26 US-Dollar.

Lululemon holt früheren Levi-Strauss-CEO Chip Bergh in den Verwaltungsrat

Um seine Einzelhandelskompetenz zu stärken, hat Lululemon Chip Bergh mit sofortiger Wirkung in seinen Verwaltungsrat berufen. Bergh war von 2011 bis 2024 President und CEO des US-amerikanischen Denim-Riesen Levi Strauss & Co. gewesen. Er ersetzt David Mussafer, der bei der Jahreshauptversammlung 2026 nicht zur Wiederwahl antreten wird.

Marti Morfitt, die Executive Chair von Lululemon, erklärte: „Chip Bergh ist ein Branchenführer mit nachgewiesener Erfolgsbilanz bei erfolgreichen Transformationen. Wir sind überzeugt, dass der Verwaltungsrat von seiner umfassenden Marken- und Einzelhandelsexpertise profitieren wird."

Die Ernennung erfolgte vor dem Hintergrund der weiterhin andauernden Suche nach einem permanenten CEO. Seit dem Rücktritt von Calvin McDonald führen Meghan Frank und Chief Commercial Officer und President André Maestrini das Unternehmen übergangsweise als Interim-Co-CEOs.

Investor:innen äußern Bedenken

Der Präsentation der aktuellen Resultate war eine kritische Stellungnahme von Lululemon-Gründer und Großaktionär Chip Wilson vorausgegangen. Wilson hatte Bedenken hinsichtlich der „kreativen Kraft" des Unternehmens und seiner Abhängigkeit von Rabatten zum Abbau von Lagerbeständen in den USA und Kanada geäußert.

Während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen befragten Investor:innen und Analyst:innen das Führungsteam zu den Strategien, um potenzielle Zollerhöhungen abzumildern, und zum Zeitplan für die Verbesserung der Vollpreisverkäufe. Frank betonte, dass die Verbesserung des Vollpreisabsatzes eine „zentrale Priorität" für das laufende Geschäftsjahr sei, insbesondere um die Markengesundheit in Nordamerika zu schützen.

Das Management prognostiziert Umsatzzuwächse

Für das erste Quartal 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Nettoumsatz zwischen 2,40 Milliarden US-Dollar und 2,43 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einer Wachstumsrate von einem bis drei Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Lululemon einen Umsatz zwischen 11,35 Milliarden US-Dollar und 11,50 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von zwei bis vier Prozent. Der verwässerte Gewinn je Aktie wird für das Jahr in einer Spanne von 12,10 US-Dollar bis 12,30 US-Dollar erwartet.

Das Unternehmen beendete das vergangene Geschäftsjahr mit 811 eigenen Filialen, nachdem im Jahr 2025 netto 44 neue Standorte eröffnet worden waren.

Die Geschäftsführung konzentriert sich nach eigenen Angaben weiterhin darauf, die Markteinführungszeiten zu beschleunigen und Qualitätsstandards aufrechtzuerhalten. Wilson hatte zuletzt die Produktangebote für die vergangenen Saisons als „abgestanden und vorhersehbar" kritisiert.

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