Trotz Rekordumsatz: Abercrombie & Fitch macht im ersten Quartal weniger Gewinn
Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Abercrombie & Fitch Co. konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Das Ergebnis ging allerdings zurück.
Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung belief sich der Umsatz in den 13 Wochen vor dem 2. Mai auf rund 1,11 Milliarden US-Dollar (957 Millionen Euro). Damit übertraf er das Niveau des Vorjahresquartals um zwei Prozent und erreichte einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Bereinigt um Wechselkursveränderungen gingen die Erlöse allerdings um ein Prozent zurück.
Das kleine Plus verdankte der Konzern seiner Sparte Abercrombie, deren Umsatz um drei Prozent auf 564,7 Millionen US-Dollar anstieg. Währungsbereinigt blieb er im Vergleich zum Vorjahresquartal nahezu unverändert. Im Segment Hollister lagen die Erlöse mit 549,1 Millionen US-Dollar geringfügig unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Währungsbereinigt sanken sie um zwei Prozent.
Die Auswirkungen des Irankriegs bremsen die Umsatzentwicklung
Positiv entwickelte sich der Konzernumsatz in Amerika. Dort stieg er um drei Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent) auf 899,9 Millionen US-Dollar. Noch deutlich dynamischer entwickelte sich der asiatisch-pazifische Raum mit einem Plus von 24 Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) auf 46,5 Millionen US-Dollar.
Abwärts ging es hingegen in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst. Dort schrumpfte der Umsatz um zehn Prozent (währungsbereinigt -11 Prozent) auf 167,4 Millionen US-Dollar. Der Konzern begründete die Einbußen unter anderem damit, dass die Auswirkungen des Irankriegs die Nachfrage in der Region belastet hätten. Betroffen war demnach vor allem die Sparte Hollister.
Die Jahresprognosen bleiben unverändert
Höhere operative Aufwendungen belasteten das Ergebnis. So sank der operative Gewinn um 12,5 Prozent auf 88,8 Millionen US-Dollar. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn verringerte sich um 16,5 Prozent auf 67,1 Millionen US-Dollar (57,7 Millionen Euro), übertraf damit aber immerhin die Erwartungen.
Die jüngsten Zahlen gaben dem Management keinen Anlass, die Jahresprognosen zu ändern. Für 2026/27 rechnet der Konzern also weiterhin mit einem Umsatzwachstum um drei bis fünf Prozent, einer operativen Marge im Bereich von 12,0 bis 12,5 Prozent und einem verwässerten Gewinn pro Aktie zwischen 10,20 und 11,00 US-Dollar.
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