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Trotz Problemen in China: Uniqlo-Mutter Fast Retailing steigert Halbjahresgewinn deutlich

Von Jan Schroder

14. Apr. 2022

Business

Foto: Foto: Fast Retailing Co. Ltd.

Der japanische Handelskonzern Fast Retailing Co. Ltd. hat die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 mit einem kleinen Umsatzplus und einer deutlichen Gewinnsteigerung abgeschlossen. Die verschärften Schutzmaßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie in China hätten das Wachstumstempo allerdings gebremst, erklärte die Muttergesellschaft der Textilkette Uniqlo am Donnerstag. Dass trotzdem neue Rekordzahlen erzielt wurden, führte das Unternehmen auf die „Diversifizierung der Einnahmesäulen“ im Rahmen der Expansionsstrategie zurück. So hätten kräftige Zuwächse in den USA, Europa und den süd- und südostasiatischen Märkten die Schwächen in Japan und China mehr als ausgleichen können.

In den sechs Monaten vor dem 28. Februar erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz in Höhe von 1,22 Billionen Japanische Yen (8,91 Milliarden Euro). Damit übertrafen die Erlöse das entsprechende Vorjahresniveau um 1,3 Prozent. Die Hauptmarke Uniqlo hatten in ihren traditionellen Kernmärkten allerdings mit Problemen zu kämpfen: In Japan sanken ihre Erlöse um 10,2 Prozent auf 442,5 Milliarden Japanische Yen. Zudem schrumpfte der Umsatz auf dem chinesischen Festland. Dort hätten die infolge steigender Covid-Fallzahlen erlassenen Beschränkungen die Nachfrage gedämpft, erklärte das Unternehmen.

Kräftige Zuwächse in Europa, den USA und Südostasien können Einbußen in Japan und China mehr als wettmachen

Kräftige Umsatzzuwächse in anderen asiatischen Märkten und in Ozeanien sowie in den USA und Europa hätten aber dafür gesorgt, dass Uniqlo trotz der Probleme in China „eindrucksvolle“ Resultate im Auslandsgeschäft erzielen konnte, teilte Fast Retailing mit. Insgesamt lag der Halbjahresumsatz des Segments Uniqlo International mit 593,2 Milliarden Japanische Yen um 13,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Erlöse der Marke GU schrumpften um 7,4 Prozent auf 122,8 Milliarden Japanische Yen, was der Konzern unter anderem auf ungewöhnlich mildes Herbstwetter und Lieferschwierigkeiten bei Winterartikeln zurückführte. Die Sparte Global Brands, in der die kleineren Labels der Unternehmensgruppe wie Theory, Comptoir des Cotonniers und Princesse Tam Tam geführt werden, kam auf einen Umsatz von 58,9 Milliarden Japanische Yen und übertraf das entsprechende Vorjahresniveau damit um 8,1 Prozent.

Nicht zuletzt dank deutlicher Ergebnisverbesserungen in den USA und Europa konnte Fast Retailing seinen operativen Gewinn im ersten Halbjahr kräftig steigern: Mit 189,2 Milliarden Japanischen Yen lag er um 12,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn stieg sogar um 38,7 Prozent auf 146,8 Milliarden Japanische Yen (1,07 Milliarden Euro).

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